Jukic muss auf Urteil im NADA-Verfahren warten. Kurzbahneuropameister Dinko Jukic hat am Mittwoch noch keinen Aufschluss darüber erhalten, ob eine im Mai nicht zustande gekommene Dopingkontrolle Konsequenzen für ihn hat. Die Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) vertagte die Entscheidung im Verfahren gegen den 22-jährigen Schwimmer. Die Zeugenvernehmungen waren zu diesem Zeitpunkt noch immer im Gange.

Erstellt am 03. August 2011 (21:34)

Kurzbahneuropameister Dinko Jukic hat am Mittwoch noch keinen Aufschluss darüber erhalten, ob eine im Mai nicht zustande gekommene Dopingkontrolle Konsequenzen für ihn hat. Die Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) vertagte die Entscheidung im Verfahren gegen den 22-jährigen Schwimmer. Die Zeugenvernehmungen waren zu diesem Zeitpunkt noch immer im Gange.

Jukic hatte am 24. Mai im Wiener Stadionbad eine Trainingskontrolle wegen angeblich mangelhaften Hygienebedingungen und Unstimmigkeiten über den zeitlichen Ablauf nicht durchführen lassen. Wird ihm das als Testverweigerung ausgelegt, droht dem Wiener eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

Bei der Anhörung am NADA-Sitz in Wien sagten hinter verschlossenen Türen neben Jukic auch sieben Zeugen aus. So legten etwa sein Trainer-Vater Zeljko Jukic und die mit der Blutabnahme betraut gewesene Ärztin gegenüber der fünfköpfigen Kommission ihre Sicht der Ereignisse dar.

Erst nach zehn Stunden stellte sich heraus, dass es diesmal keine Entscheidung geben wird. "Wir werden die Zeugeneinvernahmen noch abschließen, aufgrund der Tatsache, dass der Anwalt des Beschuldigten weitere Beweisanträge eingebracht hat, wird es heute de facto keine Entscheidung geben", erklärte Kommissionsvorsitzender Gernot Schaar, in einer der kurzen Pausen des zum Marathon gewordenen Verhandlungstages. Jukic selbst gab keinen Kommentar ab. Wann der nächste Termin stattfindet, blieb vorerst noch offen.

Nach der fast dreistündigen Verfahrenseröffnung samt Einvernahme von Jukic wurde am frühen Nachmittag ein international tätiger österreichischer Schwimm-Kampfrichter als erster Zeuge befragt. Im Anschluss schilderte Trainer-Vater Jukic seine Sicht der Ereignisse um die nicht abgegebenen Blut- und Urintests. Fünf andere Personen, unter anderem OSV-Generalsekretär Thomas Gangel und NADA-Mitarbeiter Michael Mader, die in die konfliktreiche Abwicklung der Jukic-Tests telefonisch involviert gewesen waren, wurden ebenfalls einvernommen.