Kienast hält Sturm auf Champions-League-Kurs. Sturm Graz darf weiter vom erstmaligem Einzug in die Champions League seit elf Jahren träumen. Mit dem georgischen Meister FC Sestaponi bewältigte Österreichs Titelträger am Mittwochabend die Hürde der dritten Qualifikationsrunde. Dem 1:1-Remis im Hinspiel ließen die Steirer in der heimischen UPC-Arena ein mühsames 1:0 (0:0) folgen. Teamstürmer Roman Kienast erzielte in der 68. Minute das Goldtor.

Erstellt am 03. August 2011 (22:29)

Sturm Graz darf weiter vom erstmaligem Einzug in die Champions League seit elf Jahren träumen. Mit dem georgischen Meister FC Sestaponi bewältigte Österreichs Titelträger am Mittwochabend die Hürde der dritten Qualifikationsrunde. Dem 1:1-Remis im Hinspiel ließen die Steirer in der heimischen UPC-Arena ein mühsames 1:0 (0:0) folgen. Teamstürmer Roman Kienast erzielte in der 68. Minute das Goldtor.

Den nächsten Gegner erfährt Sturm in der Auslosung in Nyon am Freitag (12.00 Uhr). Mit dem Aufstieg ins Play-off der Champions League schafften die Steirer jedenfalls einen finanziell einträglichen Sprung. Selbst bei einer Niederlage in den K.o.-Duellen (16./17. und 23./24. August) um den Einzug in die "Königsklasse" steigen die Grazer in die Gruppenphase der Europa League um.

"Wir wollen nach vorne spielen und Tore schießen", hatte Trainer Franco Foda vor Anpfiff angekündigt. Nur 15 Sekunden brauchten die Hausherren vor knapp über 10.000 Zuschauern auch, um den ersten Eckball herauszuarbeiten. Dennoch beschäftigten die Georgier Sturm mehr, als den zuletzt nicht erfolgsverwöhnten Steirern lieb war.

Österreichs personell geschwächter Meister wirkte nach dem Fehlstart in der Meisterschaft - nach drei Runden ziert Sturm ohne Sieg das Tabellenende - verunsichert. Die Defensive wirkte gegen Sestaponis schnelle Spitzen auch mit Debütant Milan Dudic nicht sattelfest.

Nach der Pause kam Sturm leicht verbessert aus der Kabine, während bei den noch nicht im Meisterschaftsbetrieb spielenden Georgiern mit Fortdauer der Partie sichtlich die Kräfte schwanden. Aus einem Konter schlugen die "Blackies" dann sehenswert zu: Kienast ließ seinen Gegenspieler zunächst aussteigen und überlupfte Kwaschwadse elegant.

Personell könnte es für die Grazer bald wieder rosiger aussehen. Nach dem Aufstieg und garantierten Einnahmen von 3,1 Millionen Euro darf sich Foda wohl über Verstärkung freuen. Präsident Gerald Stockenhuber hat angekündigt, seinem Coach diesbezüglich entgegenzukommen.