Kitz’ fest in NÖ-Hand. Tennis / Alle Österreicher die beim bet-at-home-Cup in Kitzbühel starten, kommen aus Niederösterreich.

Erstellt am 25. Juli 2013 (07:00)
Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer kehrt nach langjähriger Pause wieder nach Kitzbühel zurück. Er möchte nach überstandener Nierenkolik wieder voll angreifen. Foto: EPA/Gerry Penny
NOEN, Gerry Penny
Von Bernhard Schiesser

Ab 28. Juli schlagen zum 69. Mal die Tennis-Asse in Kitzbühel auf. Diesmal geben die Niederösterreicher den Ton an. Mit dem Deutsch-Wagramer Jürgen Melzer und dem Groß Gerungser Andreas Haider-Maurer stehen zwei davon fix im Hauptbewerb. Eine Wildcard ist für den Lichtenwörther Dominic Thiem reserviert. Sollte der zuletzt verletzt Gewesene nicht starten können, wird Gerald Melzer einspringen.

In der Qualifikation versuchen sich der Tullner Lucas Miedler und der Amstettner Dominik Weidinger. „Und ich bin zwar ein Zugereister, fühle mich aber auch voll und ganz als Niederösterreicher“, lächelt Turnierdirektor Alex Antonitsch. Der Gaadener weiß: „Niederösterreich ist das Tennisland Nummer eins in Österreich.“

Ein Tennisturnier auf ATP World Tour-Niveau gibt es in Niederösterreich aber seit dem Aus in St. Pölten 2005 nicht mehr. Der neue Geschäftsführer der Sportwelt NÖ, Franz Stocher, bedauert das: „Die Event-Arena in der Sportwelt stünde bereit. Mir würde taugen, wenn Tennis nach St. Pölten zurückkommt.“

Auch Antonitsch ist von der Idee angetan, zumindest prinzipiell: „In St. Pölten muss sich tennismäßig etwas tun. Dass es aber in naher Zukunft ein Turnier von der Größenordnung jener in Kitzbühel oder Wien geben wird, halte ich für unrealistisch.“ Der Gaadener Ex-Profi bezweifelt die finanzielle Umsetzbarkeit: „Die Lizenzen für ATP-Turniere sind sauteuer. Es war auch für Kitzbühel nicht leicht, eine zu bekommen. Dort trägt der TC Kitzbühel das finanzielle Risiko. Mittlerweile haben wir ein Budget von zwei Millionen Euro. Das ist ordentlich.“