Klosterneuburg dreht Partie in St. Pölten. Aufwärmen für die Play-offs: Dukes tanken mit Sieg in der Landeshauptstadt Selbstvertrauen.

Von Manuel Burger. Erstellt am 25. März 2021 (07:05)
St. Pöltens Jakob Wonisch (l., gegen Lennart Burgemeister) war der beste Scorer auf dem Feld.
Usercontent, Wolfgang Mayer

Die ersten beiden Punkte der Partie machte Klosterneuburgs Lakoju von der Freiwurflinie. Danach gestaltete St. Pölten das erste Viertel dominant. Die Gäste blieben über fünf Minuten ohne weiteren Zähler, trafen erst nach knapp sechs Spielminuten zum ersten Mal aus dem Feld.

Da war der SKN schon davon geeilt: 16:3. Mitte des zweiten Abschnitts hatte St. Pölten weiterhin einen komfortablen Vorsprung (36:21) und spielte bis dahin stark auf. Danach kamen die Dukes, angeführt von Routinier Bavcic, bis zur Pause auf acht Punkte heran. Die Reboundüberlegenheit des SKN (24:14) sollte sich in Hälfte zwei relativieren.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Bauer, der nach nur zwei Punkten in der ersten Halbzeit 15 folgen ließ. Für Bavcic, der mit einer Fingerverletzung raus musste, sprang der Ex-St. Pöltner Jakubowski in die Bresche. Kurz vor Ende des dritten Viertels waren die Gastgeber dank Wonisch (mit zehn seiner 18 Zähler) aber noch immer auf Kurs: 61:52.

Ein 0:6 in der Schlussphase des Abschnitts brachte beide Teams langsam aber sicher auf Augenhöhe. Ein phasenweise offener Schlagabtausch zeichnete das Bild im letzten Viertel. Die aggressiven Klosterneuburger hielten das Tempo hoch und leisteten sich weniger Ballverluste. 18 Turnover waren am Ende für den SKN zu viel, acht verworfene Freiwürfe (von 17) hingegen zu wenig.

„Ich bin phasenweise zufrieden mit der Vorstellung. Es war aber ein komisches Spiel. Das Feuer für ein NÖ-Derby hat gefehlt und alle waren mit ihren Köpfen schon bei den Play-offs“, schilderte SKN-Head Coach Andreas Worenz. Besonders die Dukes-Punkte in der Zone taten seinem Team weh. „Da haben wir nicht physisch gut genug gespielt.“

Durch das Resultat schließt Klosterneuburg die Platzierungsrunde als Dritter ab und trifft im Play-off-Viertelfinale ab Mittwoch auf den Sechsten Wels. St. Pölten bekommt es als Fünfter mit dem viertplatzierten Cupsieger aus Oberwart zu tun.

SKN ST. PÖLTEN - BK IMMOUNITED DUKES 81:88 (23:14, 43:35, 61:58). - SKN: Wonisch 18, Oikonomopoulos 16, Böck 12, Ferguson 11 (Double-Double mit 16 Rebounds), Kaltenbrunner 10, Cutuk 9, Schilder 5, Dockner. - Dukes: Bauer 17, Bavcic 13, Burgemeister 12, Danek 12, Jakubowski 10, Laurent 8, Lakoju 7, Leydolf 6, König 3.