Koller bereits auf Irland fokussiert. Der höchste Sieg der Nationalmannschaft seit fast 14 Jahren hat bei Teamchef Marcel Koller keine überbordende Euphorie ausgelöst. Beim Schweizer stand schon wenige Stunden nach dem 6:0 am Freitag in Wien gegen die Färöer das Dienstag-Spiel der WM-Qualifikation auswärts gegen Irland im Fokus. Die ÖFB-Auswahl müsse sich in Dublin auf ein anderes Kaliber gefasst machen, betonte Koller.

Erstellt am 23. März 2013 (13:51)

"Irland ist ein anderer Maßstab als die Färöer. Es muss jedem Spieler bewusst sein, dass es schwieriger wird. In Dublin wird eine gute Stimmung sein, und wenn die Iren eine Möglichkeit sehen, beißen sie zu", warnte der 52-Jährige.

Unachtsamkeiten wie etwa zu Beginn der zweiten Hälfte dürfe man sich gegen die Truppe von Giovanni Trapattoni nicht erlauben. "Da waren wir ein bisschen zu wenig konsequent und haben uns nicht mehr so an die Organisation gehalten. Aber wenn wir gegen starke Teams wie die Iren nachlassen, werden sie zuschlagen", erklärte Koller.

Bei allen Mahnungen hob der Teamchef aber vor allem die positiven Aspekte des Kantersieges über die Färöer hervor. So bot die ÖFB-Elf laut Koller vor der Pause die beste Leistung in seiner Amtszeit. "In der ersten Hälfte war es ein gutes Spiel. Das, was wir in den Tagen davor ausgearbeitet haben, hat man gesehen, und das hat Spaß gemacht."

Vor allem Doppeltorschütze Philipp Hosiner drückte der Partie in der ersten Hälfte seinen Stempel auf. Dennoch könnte der Austria-Goalgetter in Dublin auf der Bank sitzen, sollte Marc Janko rechtzeitig seine Adduktorenprobleme überwinden.

Rechenspiele für den zweiten Gruppenplatz wollte der Schweizer nicht anstellen. "Ich mache keine Hochrechnungen. Wir schauen von Spiel zu Spiel", meinte der Teamchef, der seinen Schützlingen am Samstagnachmittag einige Stunden frei gab. Zu einem Besuch von "Wetten dass..?" in der Wiener Stadthalle durften die ÖFB-Internationalen diese Zeit jedoch nicht nützen - entgegen der Ankündigung des ZDF.

Koller möchte nicht, dass seine Kicker vor dem Irland-Match unnötig abgelenkt werden. "Wir haben keine Zeit, um locker zu lassen. Das würde uns schon am Dienstag wieder um die Ohren gehaut werden", vermutete der Coach.