Kopf an Kopf.  Tipp 3 Bundesliga / Admira punktet bei Rapid – und liegt

Erstellt am 17. März 2013 (17:05)
NOEN
Von Peter Gruber und Bernhard Garaus

Drei Mannschaften punktegleich am Tabellen-Ende der Bundesliga. Der Abstiegskampf ist spannend wie selten zuvor. Und die NÖ-Klubs sind im Krimi um den Klassenerhalt mittendrin statt nur dabei, bilden mit Wacker Innsbruck das gefährdete Trio.

„Natürlich hätten wir uns das anders vorgestellt“, meint Admira-Trainer Didi Kühbauer, „doch jetzt müssen wir mit der Situation umgehen.“ Seine Truppe konnte zuletzt zumindest zwei Teilerfolge verbuchen. Nach dem 1:1 gegen den amtierenden Meister Salzburg im Nachtragsspiel gab’s auch beim krisengeschüttelten Rekordmeister Rapid in Hütteldorf eine Punkteteilung. „Damit muss man zufrieden sein“, weiß Kühbauer, der es aber doch nicht ganz ist: „Mit einer besseren Chancenauswertung ist ein Dreier auch möglich gewesen. Wir vergessen schon wieder, uns für die gute Leistung zu belohnen.“ Die größte Chance auf den zweiten Treffer vergab Stefan Schwab, der einen Kopfball an die Stange setzte.

Musterschüler im Lizenzverfahren

Dennoch haben die Südstädter ihr Tief überwunden, „die Mannschaft hat sich gefunden, jetzt sind wir schwer zu knacken“, glaubt „Don Didi“. Bevor die Meisterschaft zu Ostern wieder weitergeht, ist am Freitag bei den Südstädtern ein Testspiel in Györ eingeplant, um den Rhythmus nicht zu verlieren.

Die Wiener Neustädter gerieten in Wolfsberg früh in Rückstand, glichen spät aus und arbeiteten ihr Kärnten-Trauma ab: Im Herbst gab’s beim WAC ein peinliches 0:6, im Cup schied man bei Regionalligist Villach aus. Christian Ramsebner sicherte per Kopf nach Terzic-Corner den Punkt. „Super, wenn so spät der Ausgleich gelingt“, meinte Pfeifenberger.

Abseits des Platzes präsentierten sich die Neustädter einmal mehr als Musterschüler. Schon einen Tag vor dem Stichtag wurden die Lizenzunterlagen abgegeben – vollständig, wie die Liga bestätigte. Und mit einem Budget für die erste, wie auch für die zweite Liga. „In der derzeitigen Situation müssen wir mit beiden Optionen rechnen“, erklärt Ralph Spritzendorfer, Neustadts Mann für die Zahlen. Hält die Mannschaft die Liga, will man mit einem Budget knapp unter fünf Millionen in die Saison gehen. In „ähnlicher Höhe“ soll sich auch das Budget der Admira für die neue Saison bewegen. Manager Alex Friedl: „Wir konnten den Trenkwalder-Ausstieg gut abfedern.“