Kröll gewann nach Super-G auch Kvitfjell-Abfahrt. Klaus Kröll ist im Speed-Weltcup der Mann der Stunde. Einen Tag nach seinem Ex-aequo-Sieg zusammen mit dem Schweizer Beat Feuz im Super-G gewann der 31-jährige Steirer am Samstag im Kvitfjell auch die Abfahrt. Der Steirer siegte diesmal "solo" vor den beiden Norwegern Kjetil Jansrud und Aksel Lund Svindal und übernahm vor dem letzten Saisonrennen in Schladming auch die Führung im Abfahrts-Weltcup.

Erstellt am 03. März 2012 (14:27)

Klaus Kröll ist im Speed-Weltcup der Mann der Stunde. Einen Tag nach seinem Ex-aequo-Sieg zusammen mit dem Schweizer Beat Feuz im Super-G gewann der 31-jährige Steirer am Samstag im Kvitfjell auch die Abfahrt. Der Steirer siegte diesmal "solo" vor den beiden Norwegern Kjetil Jansrud und Aksel Lund Svindal und übernahm vor dem letzten Saisonrennen in Schladming auch die Führung im Abfahrts-Weltcup.

Kröll kann am Sonntag im zweiten Super-G auf dem "Olympiabakken" das norwegische Meisterstück perfekt machen und seinen dritten Sieg in drei Tagen abliefern. "Ich werde es probieren und ich weiß ja, dass mir der Super-G liegt", sagte Kröll lachend. "Aber mein Wochenende ist eigentlich erledigt. Alles was nun kommt, ist Zugabe", winkte der Steirer ab, der punktgenau vor dem Heimfinale erstmals die Führung in der Abfahrtswertung übernommen hat. Didier Cuche kam über Platz zehn nicht hinaus, damit geht Kröll am 14. März auf seinem Hausberg Planai mit 48 Punkten Vorsprung in die Entscheidung.

Auch das zweite Kvitfjell-Rennen wurde zu einem Hundertstelkrimi. Der nach zwei Trainingsbestzeiten zum Topfavoriten avancierte Jansrud musste schon mit Startnummer eins fahren, wurde aber schon vom ersten der Topgruppe um den Hauch von zwei Hundertstel geschlagen. Das war's dann aber auch schon, denn nach dem mit Nummer 16 fahrenden Kröll kam keiner der Abfahrtsasse mehr an die Zeiten von Kröll und Jansrud heran.

"Unglaublich. Ich habe gewusst, dass ich aufs Training hin zulegen muss. Zwei, drei Kurven haben's ausgemacht, die bin ich voll auf Zug gefahren", freute sich der Öblarner Kröll über seinen sechsten Weltcupsieg. Drei davon hat er nun alleine in Kvitfjell gefeiert, alle drei kurioserweise mit Startnummer 16. Er habe bei Jansruds Fahrt einen leichten Fehler in der Zielkurve gesehen. "Das habe ich ausgenutzt".

Die ÖSV-Bilanz wurde einzig dadurch getrübt, dass Romed Baumann als 13. zweitbester ÖSV-Fahrer war. Feuz, der am Vortag mit seinem "Hunderter" im Super-G erstmals die Führung im Gesamtweltcup übernommen und damit Hirscher an dessen 23. Geburtstag als Leader abgelöst hatte, musste diesmal mit Platz vier vorlieb nehmen. Er baute damit in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf Marcel Hirscher auf 55 Punkte aus.