Lederer muss nach Herbst als Admira-Coach abtreten. Oliver Lederer muss nach dem Ende der Herbstsaison als Trainer des Fußball-Bundesligisten Admira abtreten.

Erstellt am 24. August 2013 (13:02)

Der Rückzug ist notwendig, weil Lederer lediglich im Besitz der A-Lizenz ist - als Chefcoach eines Bundesliga-Vereins ist allerdings die Pro-Lizenz nötig. Bis Dezember darf der Ex-Profi die Südstädter noch aufgrund einer Ausnahmegenehmigung betreuen.

Bei einem Treffen zwischen dem Wiener und Willi Ruttensteiner am Freitag in Vösendorf stellte der ÖFB-Sportdirektor klar, dass es keine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung gibt. Damit ist der Abgang besiegelt, denn ab 2014 müsste die Admira monatlich eine Strafe in vierstelliger Höhe berappen, sollte Lederer Trainer bleiben.

Ebenfalls kein Thema ist, dass der aktuelle Coach im Winter pro forma einen Chef zugewiesen bekommt und im Hintergrund weiter die Fäden zieht, bis er die Pro-Lizenz (der nächste Kurs startet im September 2014) erworben hat. "Es wird sicher keinen Strohmann geben, sondern eine saubere Lösung. Ich will jetzt die Basis für eine gute Saison legen und rücke dann wieder ins zweite Glied", sagte Lederer, der auf jeden Fall bei der Admira bleiben will.

Immerhin 16 Liga-Partien darf der Ex-Rapidler noch auf der Admira-Trainerbank sitzen, etwas Wehmut verspürt er aber schon jetzt. "Für mich persönlich ist es enttäuschend, weil ich gerne vorne stehe und Entscheidungen treffe. Doch es gibt eben Regeln, an die man sich halten muss."

Dennoch wäre aus der Sicht von Lederer etwas mehr Entgegenkommen seitens des ÖFB wünschenswert gewesen. "Ich hätte mir schon ein bisschen mehr Unterstützung von Ruttensteiner erhofft, weil ich - so glaube ich - ein Trainer bin, der die gute Trainerausbildung des ÖFB nach außen hin gut vertritt."

Lederer trat am 9. August die Nachfolge von Toni Polster an, der mit den Südstädtern in den ersten drei Runden drei Niederlagen kassierte. Danach holte die Admira ein 1:1 gegen Sturm Graz und besiegte Rapid mit 2:0.

Diese Erfolge rückten aufgrund der Diskussion um die Zukunft von Lederer zuletzt etwas in den Hintergrund - sehr zum Leidwesen des Trainers. "Ich bitte um Respekt meiner Mannschaft gegenüber. Es geht um die Spieler, nicht um den Trainer", sagte Lederer vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen Red Bull Salzburg.