Jetzt doch: Schrott und Hudson dürfen zur WM. Hürdensprinterin Beate Schrott und Speerwerferin Victoria Hudson erhielten letztlich Einladung vom Weltverband. Damit insgesamt sechs Austro-Athleten in Doha dabei.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 20. September 2019 (14:12)
APA/Herbert Pfarrhofer
Beate Schrott

Aufatmen in der heimischen Leichtathletikszene. Die Reaktionen des ÖLV und anderer nationaler Verbände in nationalen und internationalen Medien über das Freilassen von geplanten Startplätzen bei der WM in Doha haben Wirkung gezeigt.

Von einer „Farce“ und einer „Entscheidung am Rücken der Athleten“ war in den ersten Reaktionen die Rede (siehe unseren Bericht dazu hier und unten). Nun kam die Kehrtwende! Am frühen Freitagnachmittag informierte der Weltverband IAAF nun die betroffenen Fachverbände, dass die Starterfelder in allen Bewerben nun doch auf die geplanten Teilnehmerzahlen aufgefüllt werden.

Happy End in Blau-Gelb

Unter diesen „Wildcards“ finden sich auch Speerwerferin Victoria Hudson (SVS LA) und Hürdenläuferin Beate Schrott (Union St.Pölten), die beide das Limit nur knapp verpasst hatten, wieder.  Victoria Hudson erzielte am 9. März beim Wurfeuropacup in Samorin (Slowakei) eine neue persönliche Bestweite von 59,98 Metern, das Limit lag bei 61,50m. Beate Schrott hatte ihre beste Leistung im Qualifikationszeitraum am 6. September in St.Pölten erzielt, als sie mit 13,10s die geforderte Norm von 12,98s nur knapp verfehlte, ihre aktuelle Top-Form aber auch danach mit 13,03s beim ATM in Ried unter Beweis gestellt.

Erleichtert zeigt man sich beim ÖLV. „Ich freue mich sehr für Victoria und Beate, auch wenn ihre Vorbereitung auf die WM durch die Turbulenzen alles andere als optimal ist“, erklärt Sportdirektor Gregor Högler. „Es ist aber erstaunlich, dass man durch lautstarke Proteste doch etwas bewirken konnte und die IAAF ihren Fehler eingesehen hat.“

Niederösterreich stellt den Löwenanteil des sechsköpfigen ÖLV-Aufgebots: Siebenkämpferin Ivona Dadic (Union St. Pölten) und Marathonspezialist Lemawork Ketema (SVS LA) hatten sich ja schon längst qualifiziert.