Liese-Prokop-Memorial: Die Stars kommen

Erstellt am 25. Mai 2022 | 03:10
Lesezeit: 2 Min
NÖN Leopold 2017
Ivona Dadic
Foto: APA, Helmut Fohringer
Liese-Prokop-Memorial rückt in die Liste europäischer Topevents auf. Weißhaidinger, Dadic & Co. sind mit dabei.
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Nach neun Monaten Wettkampfpause ist sie wieder da! Siebenkampf-Queen Ivona Dadic hat vergangene Woche in Ried ihr Comeback gegeben (starke 14,48 Meter mit der Kugel) – und ist bereit für eine sportliche „Stippvisite“ bei ihrem Heim-Meeting. Dadic, die zuletzt beim Trainingscamp in den USA noch an Oberschenkelproblemen laborierte, wird am Donnerstag beim Liese-Prokop-Memorial in St. Pölten (Beginn: 14.30 Uhr) den Speerwurf in Angriff nehmen.

„Jetzt ist’s wichtig, dass ich ins Laufen komme“, weiß die NÖ-Paradeathletin um die Bedeutung der Wettkampfpraxis. Die sie nun beim Meeting der Sportunion St. Pölten sammeln wird. „Mit der kurzen Vorbereitungszeit wäre ein Antreten in Götzis nicht möglich gewesen“, erklärt Meetingdirektor Gottfried Lammerhuber. Der sich nun über den Start seiner Lokalmatadorin freuen kann.

Qualifikation für Großereignisse möglich

Erstmals hat das Prokop-Memorial den Status eines European Permit Meetings und zählt damit zu den 50 größten Veranstaltungen Europas. Im WM- und EM-Jahr gibt es Bonuspunkte. Lammerhuber: „Mithilfe des Memorials kann man sich für die Großereignisse qualifizieren.“ Das sorgt für ein Feld der absoluten Spitzenklasse. Der vierfache Hammerwurf-Weltmeister Pavel Fajdek trifft beispielsweise auf U20-Weltmeister Jan Dolezalek. Starke Konkurrenz erwartet auch Österreichs Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger. Mit Mauricio Ortega trifft der Oberösterreicher (zuletzt Vierter beim Diamond-League-Auftakt in Birmingham) auf den Olympia-Siebenten, der in seiner Karriere schon die 70-Meter-Marke geknackt hat.

Österreichs schnellste Frau, Magdalena Lindner von der Union St. Pölten, trifft im Sprint auf die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von 2016 (4x100-Meter-Staffel), die Britin Desiree Henry. Die Bestzeit der regierenden Europameisterin liegt mit 11,05 Sekunden unter dem Meetingrekord. „Dennoch ist sie nicht ganz außer Reichweite für Leni“, glaubt Lammerhuber. Mit Henry kommt auch ihr Landsmann Richard Kilty, immerhin Hallenweltmeister von 2014 über 60 Meter und Vizeweltmeister mit der 4x100-m-Staffel 2019.