Magdalena Linder sprintet zu EM-Ticket. Magdalena Lindner gewinnt ihren ersten Staatsmeistertitel und bucht zugleich einen internationalen Auftritt.

Von Fabian Polland. Update am 23. Februar 2021 (15:32)
Die Gneixendorfer Sprinterin Magdalena Lindner befindet sich aktuell in Hochform. Der Lohn dafür ist das Ticket für die Europameisterschaft im polnischen Torun in eineinhalb Wochen.
ÖLV/Alfred Nevsimal

Magdalena Lindner hat es geschafft. Nach vielen Versuchen in dieser Saison, die knapp über der Zeitmarke von 7,40 Sekunden lagen, sprintete sie bei den Hallenstaatsmeisterschaften in der Linzer Tips-Arena nicht nur zu ihrem ersten Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse, sondern löste damit auch das Ticket für die Hallen-Europameisterschaft in zwei Wochen.

Es war der letzte Bewerb vor der EM, dementsprechend hoch auch die Anspannung vor einem möglichen Verpassen des ersten Saisonhighlights. „Ich war so richtig nervös vor dem Start, umso größer ist die Erleichterung jetzt natürlich bei mir“, beschreibt sie ihre Gefühlswelt.

Schon im Einlagelauf blieb die Kremserin mit 7,38 Sekunden unter dem „EM-Limit“ von 7,40. Im Finale konnte Lindner dann aber noch einmal einen drauflegen und sich auf 7,37 Sekunden steigern. Mit dieser Zeit gelang ihr nicht nur der Sprung zur EM nach Torun (Polen), Lindner schiebt sich damit auch in der ewigen österreichischen Bestenliste auf Position fünf nach vorne. Die Kremserin schlug also mit dem ersten Staatsmeistertitel und der ersten EM-Teilnahme gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche, die Freude bei der Sprinterin ist groß.

Intensive Vorbereitung auf Europameisterschaft

„Ich bin mega happy, hier mit meinem ersten Staatsmeistertitel auch gleich das EM-Limit geholt zu haben. Die beiden Läufe waren schon richtig, richtig gut. Ich konnte mich jetzt seit dem Trainerwechsel vor zwei Jahren kontinuierlich steigern, vor allem im Kraftbereich bin ich besser geworden, das wirkt sich jetzt auch in den Zeiten aus.“

Doch viel Zeit zum Feiern bleibt der Leichtathletin nicht, denn die EM im polnischen Torun steht quasi unmittelbar vor der Tür. Bis zu ihrer ersten EM-Teilnahme bei den Erwachsenen steht fast jeden Tag Training auf dem Plan. „Bis auf zwei Tage werde ich jeden Tag noch trainieren, allerdings nur mehr kurze, intensive Einheiten“, erklärt Lindner. Am 4. März geht es dann für die junge Sprinterin mit dem Flieger nach Polen. Vor Ort steht neben einem Training vor allem Entspannung auf dem Programm. „Ich werde in Torun noch einmal trainieren, dann heißt es erst mal Kräfte bündeln für den Lauf am Sonntag“, schildert Lindner ihren Fahrplan.

Für die Kremserin ist die Teilnahme in Torun die erste EM im Erwachsenenbereich, sie fliegt ohne große Erwartungen nach Polen. „Ich möchte schon eine richtig schnelle Zeit laufen und vor allem Erfahrung sammeln, aber Medaillenchancen rechne ich mir jetzt nicht aus. Mein Ziel ist es, noch einmal eine Zeit unter 7,40 Sekunden zu schaffen, das wäre schon cool.“