Melzer bei US Open in New York weiter. Jürgen Melzer ist am Dienstag mit einem sicheren 6:2,7:6(4),6:2-Erfolg über den Franzosen Erico Prodon in die zweite Runde der US Open eingezogen. Der Weltranglisten-17. zeigte dabei eine über weite Strecken tadellose Leistung.

Erstellt am 30. August 2011 (22:32)
Nach 1:54 Stunden hatte Melzer bei sommerlichen Temperaturen in Flushing Meadows seine erste Hürde genommen und ist damit auch letzter verbliebener ÖTV-Beitrag im Einzel.

Melzer spielt nun aller Voraussicht nach am Donnerstag gegen den Russen Igor Kunizyn, der sich seinerseits erst nach 3:25 Stunden und fünf Sätzen gegen den Deutschen Matthias Bachinger durchsetzte. Für Österreichs Sportler des Jahres 2010 war die Leistungssteigerung nach dem verpatzten Auftakt der US-Hartplatz-Saison freilich sehr erfreulich, auch die Oberschenkelverletzung, die ihn in Washington zur Aufgabe gezwungen hatte, ist auskuriert.

"Klar bin ich zufrieden, bis auf ein paar Kleinigkeiten im zweiten Satz. Im Großen und Ganzen habe ich ein gutes Match gespielt, habe vor allem sehr gut serviert. Es war von der Leistung her in Ordnung", bilanzierte Melzer erleichtert. Auch die Tatsache, dass er an einem heißen Tag nur drei Sätze benötigte, freute ihn.

Melzer, der in New York aus dem Vorjahr ein Achtelfinale zu verteidigen hat, ist nach dem Ausscheiden von Tamira Paszek und Andreas Haider-Maurer am Dienstag der letzte ÖTV-Vertreter im Single. Die 20-jährige Vorarlbergerin, die zuletzt in Wimbledon erstmals in ihrer Karriere ein Major-Viertelfinale erreicht hatte, musste sich völlig unerwartet der Usbekin Akgul Amanmuradowa mit 4:6,2:6 beugen. Haider-Maurer unterlag Sergej Bubka mit 3:6,2:6,6:3,4:6.

Der 24-jährige Niederösterreicher hatte sich im Vorjahr in New York qualifiziert und war dann in der ersten Runde erst nach einem vielbeachteten Fünf-Satz-Thriller an Robin Söderling gescheitert. Gegen den gleich alten Bubka, den gleichnamigen Sohn des früheren Stabhochsprung-Weltstars, stand er heuer allerdings auf verlorenem Posten.