Melzer erlitt auf Wimbledon-Heimflug Nierenkolik. Für Jürgen Melzer geht die emotionale Hochschaubahn der vergangenen Wochen weiter.

Erstellt am 05. Juli 2013 (12:05)
Der 32-jährige Deutsch Wagramer, der in Wimbledon trotz eines Leistenbruchs das Achtelfinale im Einzel und Viertelfinale im Doppel erreicht hat, erlebte auf dem Heimflug aus London eine böse Überraschung. Eine plötzlich aufgetretene Nierenkolik verursachte ihm enorme Schmerzen, immerhin war er aber dank anwesenden Ärzten medizinisch gut versorgt.

"Es hat sich in der Früh nach dem letzten Doppel angebahnt. Da habe ich geglaubt, ich habe nur einen verspannten Rücken. Dann fünf Minuten, nachdem wir in der Luft waren im Flieger ist es losgegangen", schilderte Melzer am Freitag.

"Nimm den schlimmsten Schmerz und multiplizier ihn mal tausend"

"Nimm den schlimmsten Schmerz und multiplizier ihn mal tausend. Das ist hart", erzählte Melzer von dem Zwischenfall. "Ich hatte das Glück, dass zwei Ärzte an Bord waren. Ich habe an Bord Infusionen und schmerzstillende Mittel gekriegt", so Melzer, dessen Nierenstein mittlerweile abgegangen ist.

Das Auf und Ab an Erlebnissen begleitet Melzer derzeit. Die letzten zwei Tage war ich schnell wieder am Boden der Realität und man merkt, was wirklich wichtig ist." Ob der Nierenstein möglicherweise ausgestrahlt hat und Mitgrund für die Hüftprobleme gewesen sein könnte, darüber kann nur spekuliert werden.

"Es kommen jetzt noch mehrere Untersuchungen auf mich zu. Dann schaut man, wie man da jetzt weiter tut." Bei Melzer steht ja wegen eines Leistenbruchs auch eine Operation an.

Unabhängig davon glaubt Melzer, dass er beim Heimturnier in Kitzbühel, dem bet-at-home-Cup, am Start ist. "Kitzbühel wird sich im Normalfall ausgehen."