Julian Rzihauschek: Ein Sieg für die Geschichtsbücher. 12-jährig gewinnt Julian Rzihauschek in Tischtennis-Champions-League.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 31. März 2021 (02:18)
NV-Regionaldirektor Martin Gabler (l.) überreicht Champions-League-Match-Gewinner Julian Rzihauschek den 300-Euro-Siegerscheck und Sportlandesrat Jochen Danninger die kleine Glastrophäe für den Titel „Nachwuchssportler des Monats Jänner“.
Claus Stumpfer, Claus Stumpfer

Ein paar Tage im Jänner stand das Telefon bei Julian Rzihauschek nicht still. Journalistenaus ganz Europa meldeten sich nach seinem denkwürdigen CL-Auftritt, ausländische Topklubs sowieso. Als erst 12-Jähriger mischte er Europas höchste Spielklasse auf! „Ein Traum ging in Erfüllung“, erzählt er mit spitzbübischer Begeisterung bei der Ehrung zum „NV Nachwuchssportler im Jänner“ von seinem Coup.

Als Leihspieler des SV Schwechat war er beim Bundesligaklub SPG Walter Wels für seine Bundesliga-Kollegen eingesprungen, die wegen eines Corona-Falls in Quarantäne hatten müssen. Und Rzihauschek nutzte in Düsseldorf gegen Dänemarks Meister die Gunst der Stunde. Als jüngster Spieler, der je in der Champions-League spielte!

„Dabei sein war cool, aber ich wollte einen Satz gewinnen“, erzählt der Shootingstar. Gegen den Portugiesen Doyen war es so weit. Und er drehte nach 0:2-Rückstand sogar die Partie — 3:2! Die Jubelpose kopierte Julian von Werner Schlager. Wie dieser beim WM-Titel ging er in die Knie. In der Schlager-Academy startete Julian seine Karriere. Seit er vier ist, spielt er Tischtennis. „Julian hat noch nicht über die Tischkante schauen können“, erinnert sich Vater Karl, der für seinen Sohn sogar eine Trainingshalle bauen ließ.

Die 1:3-Niederlage gegen Roskilde konnte Rzihauschek zwar nicht verhindern, sein Matchgewinn wird aber wohl lange ein Rekordeintrag bleiben.