Hollands Glück liegt am Berg. Die 18-jährige Wilhelmsburgerin zog als als dreifache Staatsmeisterin auch bei der WM glänzend aus der Affäre.

Von Wolfgang Wallner. Update am 18. November 2020 (10:53)
Bei der Heim-WM in Leogang musste Cornelia Holland an ihre Grenzen gehen.
privat

Der Weg führt steil bergauf. Nach oben in Richtung Weltklasse. Conny Holland vom Union Radrennteam Pielachtal fuhr bei der Heim-Weltmeisterschaft in Leogang nicht nur ins Spitzenfeld, sondern überzeugte so sehr, dass ihr der Sieg bei der Kür der NV-Nachwuchssportlerin im Oktober nicht zu nehmen war.

Heim-WM unter besonderen Vorzeichen

Zuvor hatte sich die 18-Jährige drei Staatsmeistertitel in der Allgemeinen Klasse gesichert. Für Holland war es bereits die zweite WM-Teilnahme, doch dieses Mal unter komplett anderen Bedingungen, wie sie schildert: „Aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen waren bei diesem Großevent alle Zuschauer verboten und auf das Gelände gelangte man nur mit einem speziellen Ausweis und einem Mund-Nasen-Schutz. Zusätzlich mussten alle Fahrer und Betreuer einen negativen Corona-Test vorweisen — also für die Sicherheit wurde gesorgt!“

Unmenschlich schweres Rennen

Am Ende erreichte das österreichische Nationalteam in der Besetzung Max Foidl, Mario Bair, Lukas Hatz, Corina Druml, Mona Mitterwallner und eben Holland den sechsten Rang — das zweitbeste Ergebnis in der österreichischen Team-Relay-Geschichte! Am nächsten Tag startete Holland dann bei ihrem eigentlichen Saisonhöhepunkt: der Juniorinnen-Cross-Country-WM. „Die Strecke war ohnehin hart zu fahren“, schildert Holland. „Doch der viele Regen hat etliche Passagen praktisch unfahrbar gemacht, das Rennen war unmenschlich schwer.“

Auch bei den Fans top

Mit ihren Leistungen machte die Wilhelmsburgerin auch bei den Experten Eindruck. Die Fachjury setzte sie auf Platz eins. Das Urteil der Fachleute bestimmt zu zwei Dritteln das Gesamtranking bei der Kür der Nachwuchssportler des Monats. Zünglein an der Waage sind oftmals die Fans. Das Votingergebnis auf nön.at fließt zu einem Drittel in die Wertung ein. Aber auch im „Netz“ hatte Holland die Nase vorne.

Kanu-Talent Preissl auf Platz zwei

Bei Fanvoting lag sie vor Christine Krifka und Katharina Götschl. Die Ladies also unter sich – und Conny Holland ganz vorne. Die Mountainbikerin gewann souverän. Die übrigen Plätze am Nachwuchssportlerpodest sicherten sich Kanu-Hoffnung Paul Preissl (16) von den Naturfreuden Höflein und Judo-Vizestaatsmeisterin Lisa Grabner (18, JC Wimpassing).

Unterstützt wird die Aktion des SPORT.LAND.Niederösterreich von der
NÖ Versicherung mit einer Prämierung der MonatssiegerInnen.

NÖN

Gesamtergebnis: 

1. Cornelia Holland
2. Paul Preissl
3. Lisa Grabner
4. Tobias Kasparek
5. Clara Berger
6. Katharina Götschl
7. Christiane Krifka

Expertenjury: 

1. Holland
2. Preissl
3. Grabner
4. Kasparek
5. Berger
6. Götschl
7. Krifka

Publikumsvoting:

1. Holland
2. Krifka
3. Götschl
4. Berger
5. Kasparek
6. Grabner
7. Preissl

NÖN