Neustadt erbt die rote Laterne. Ried gewann das Keller-Duell, Admira kassiert nach dem Cup-Aus beim WAC nächste Schlappe.

Von Fritz Hauke und Bernhard Garaus. Erstellt am 29. September 2014 (11:12)
NOEN, Mathias Schranz
Vergeben. Herbert Rauter wollte es zu schön machen – der Wiener Neustadt-Offensivmann hatte den Treffer für seine blau-weißen am Fuß und vergab.

Ein Spiel um Platz neun. Ried gegen Wiener Neustadt - beim Verlierer würde die rote Laterne leuchten. So die Ausgangslage. Dementsprechend präsentierten sich auch die beiden Mannschaften. „Man hat gesehen, was auf dem Spiel steht. Da war sehr viel Hektik dabei“, sah Wiener Neustadt-Trainer Heimo Pfeifenberger eine zerfahrene Partie. Bitter für den SC: Eigentlich war es ein klassisches 0:0 – die Rieder waren allerdings den Tick glücklicher …

Auf die Doppelbelastung wollte sich Pfeifenberger nicht ausreden. Unter der Woche musste Wiener Neustadt 120 Minuten im Cup gegen die Admira bestehen – und blieb im Elfmeterschießen siegreich. „Ich glaube nicht, dass das eine Rolle gespielt hat. Der Sieg über die Admira hat uns noch einmal Aufwind gegeben“, so der Coach. Diese Woche ist das Schlusslicht bei Red Bull Salzburg zu Gast. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen“, weiß SCWN-Verteidiger Mark Prettenthaler, dass auf ihn ein arbeitsreicher Tag zukommt.

Diese Woche werden zwei Probepiloten bei Wiener Neustadt vorspielen. Der kroatische Defensivspieler Adam Susac und der Kärntner Oliver Markoutz (unter anderem Bayern Amateure). Beide stehen momentan ohne Vertrag da, könnten verpflichtet werden.

„Keine Katastrophe“ trotz zweier Pleiten 

Auf eine verkorkste Woche blickt die Admira zurück. Nach dem Cup-Aus gegen Wiener Neustadt setzte es auch eine Niederlage beim Tabellenführer WAC. In der letzten Minute nutzte Joachim Standfest einen Stellungsfehler der Südstädter Hintermannschaft und traf zum 2:1 für die Truppe von Ex-Trainer Didi Kühbauer. Admira-Coach Walter Knaller versucht es dennoch positiv zu sehen: „Das Ausscheiden im Cup ist keine Katastrophe und auswärts beim Spitzenreiter darf man auch verlieren.“

Er habe gesehen, dass seine Mannschaft spielerisch dem Konkurrenten im Abstiegskampf Wiener Neustadt überlegen ist und „wir eine Halbzeit lang sogar besser als der WAC waren“. Außerdem gab es ein Lebenszeichen von Stürmer Benjamin Sulimani, der spektakulär im Fallen den zwischenzeitlichen Ausgleich in Wolfsberg erzielte.

Wichtiger sind aber natürlich die Punkte. Und diese wollen sich die Südstädter am Samstag gegen Aufsteiger Altach holen. „Da können wir wieder Boden gut machen auf das Tabellenende“, weiß Knaller. Denn Neo-Schlusslicht Wiener Neustadt muss in Salzburg ran und ist dort krasser Außenseiter. „Altach ist unsere Kragenweite, da sollten wir zu Hause bestehen können“, hofft Walter Knaller.