NÖ-Sportler des Jahres: Kiesenhofer und Konrad

Rad-Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer schafft das „Double“: Nach ihrer Wahl zu Österreichs Sportlerin des Jahres setzte sich die Niederkreuzstettnerin auch in Niederösterreich durch. Die Wahl von Radsportler Patrick Konrad war, ob der starken Konkurrenz, hingegen ein Stück weg überraschend.

Aktualisiert am 22. Oktober 2021 | 14:42

Die Radsportler machten sich die Sache diesmal unter sich aus. Bei der 45. Auflage der Sportlounge NÖ, bei der Niederösterreichs Top-Sportler vor den Vorhang gebeten werden, räumten Anna Kiesenhofer und Patrick Konrad in den Hauptkategorien ab.

Mit ihrem Sieg beim olympischen Straßenrennen in Tokio sorgte Kiesenhofer für eine der größten Sensationen der österreichischen Sportgeschichte. Dass sie dafür vor einer Woche mit dem „Niki“ geehrt wurde und sie sich auch bei der Wahl zu Niederösterreichs Sportlerin des Jahres durchsetzte, verwundert deshalb nicht.

Zwei Radsportler unter sich

Bei den Herren durfte sich mit Patrick Konrad ebenfalls ein Radsportler freuen. Der Ebreichsdorfer gewann im Juli als erst dritter Österreicher eine Etappe bei der Tour de France. Sportlandesrat Jochen Danninger würdigte die Leistungen der beiden Sportler: „Herzlichen Glückwunsch, Anna Kiesenhofer und Patrick Konrad! Mit euren außergewöhnlichen Leistungen zählt ihr zu den größten sportlichen Aushängeschildern unseres Bundeslandes und Idolen für unsere Kinder und Jugendlichen. Ihr habt heuer eindrucksvoll bewiesen, dass Niederösterreich nicht nur touristisch sondern auch sportlich gesehen das Rad-Land Nummer eins in Österreich ist. Das Sportjahr 2021 wird unserem Bundesland durch Erfolge ewig in Erinnerung bleiben!“

Prominente Sportler auf den Plätzen

Von Kiesenhofers und Konrads Erfolgen fast ein wenig in den Schatten gestellt, wurden die Leistungen der übrigen Sportlerinnen und Sportler. Bei den Frauen landeten Judoka Michaela Polleres – immerhin Silbermedaillengewinnern bei den Spielen in Tokio – und Klettererin Jessica Pilz auf den Plätzen. Bei den Herren mussten Schwimm-Ass Felix Auböck und Snowboard-Veteran Benjamin Karl dem Rad-Star den Vortritt lassen. Du glückliches Sportland Niederösterreich – ist man geneigt zu sagen. Karl reichte ein WM-Titel nur zu Rang drei.

St. Pöltens Frauenfußballteam wurde Mannschaft des Jahres

In der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ gab’s kein Vorbei an den Frauen des SKN St. Pölten. Zum sechsten Mal in Serie holten sich die Wölfinnen den nationalen Meistertitel. International gelang der erstmalige Vorstoß ins Achtelfinale der Champions League.

Kahler beste Nachwuchshoffnung

Nachwuchssportlerin des Jahres wurde Marlene Kahler. Die 20-jährige Schwimmerin der SV Schwechat stellte sich mit ihren beherzten Auftritten bei den Olympischen Spielen erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.

Die Plattform unter den olympischen Ringen nutzte auch Schwimmer Andreas Ernhofer, der sich den Titel bei den Versehrtensportlern sicherte.

Sportlegenden Gusenbauer und Dorfmeister

Der Abend gehörte aber nicht nur den Sportlerinnen und Sportlern der Gegenwart, sondern auch jenen der Vergangenheit. Mit Hochspringerin Ilona Gusenbauer und Skifahrerin Michaela Dorfmeister wurde zwei NÖ-Sport-Ikonen als Sportlegenden ausgezeichnet. Sie verewigten sich mit ihren Handabdrücken und ihrer Unterschrift auf zwei Legendenplatten, die künftig im St. Pöltner Sportzentrum Niederösterreich zu sehen sein werden. „Unsere Sportlegenden haben nicht nur das Sportland Niederösterreich maßgeblich geprägt, sondern sind heute noch wichtige Vorbilder. Sie haben uns gezeigt, dass mit Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Fleiß alles möglich ist“, lobte Gastgeber Danninger.

Abschied von Fegerl, Doppler und Horst

Bei der Sportlounge hieß es auch Abschied nehmen. Tischtennisspieler Stefan Fegerl, Europameister im Doppel und im Team, beendete seine aktive Karriere, bleibt dem Sport aber als Vizepräsident des österreichischen Tischtennisverbands erhalten. Das erfolgreichste Beachvolleyball-Duo Österreichs Clemens Doppler und Alexander Horst geht ab sofort getrennte Wege. Nach 10 gemeinsamen Jahren und zahlreichen Erfolgen, darunter ein Vize-Weltmeister-Titel sowie eine EM-Bronzemedaille, werden die Beachvolleyballer künftig mit neuen Partnern auf der Wettkampfbühne auftreten.