ÖEHV-Team erwartet zum WM-Abschluss Russland. Österreichs Eishockey-Teamspieler sollten bei der WM in Helsinki noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Im letzten Spiel der ÖEHV-Auswahl bekommt es die Mannschaft von Manny Viveiros am Montag (19.15 Uhr) mit Weltmeister Russland zu tun. Ob Österreich noch unbedingt punkten muss, um den Klassenerhalt zu schaffen, wissen Vanek und Co. erst rund zwei Stunden vor dem ersten Bully.

Erstellt am 12. Mai 2013 (21:29)

In der Montag-Nachmittagspartie (15.15 Uhr) zwischen Lettland und Frankreich fällt wohl die Entscheidung, ob Österreich auch bei der WM 2014 in Minsk dabei ist. Französische Schützenhilfe ist dabei gefragt. Holt Lettland drei Zähler (Sieg nach 60 Minuten), müssen auch die Österreicher gegen den Titelverteidiger zumindest einen Punkt holen. Falls Lettland verliert oder in die Verlängerung muss, stehen die Chancen gut, dass Österreich erstmals seit 2004 wieder den Klassenerhalt schafft.

Die Balten haben am Dienstag (19.15) zwar noch ein Spiel, sind da gegen WM-Gastgeber Finnland aber ebenso krasser Außenseiter wie Österreich gegen Russland. "Das Montag-Spiel ist für Frankreich wichtig, sie sind noch im Rennen um das Viertelfinale dabei. Und Finnland kämpft um den ersten oder zweiten Platz", hofft Viveiros auf Unterstützung.

Der neue Modus mit zwei Achter-Gruppen hat das Turnier jedenfalls spannend gemacht. "Wir haben uns angeschaut was passiert, aber wir konzentrieren uns auf Russland", forderte der 46-Jährige von seinen Spielern volle Konzentration. Für die Österreicher ist es die siebente Partie innerhalb von zehn Tagen. Noch einmal ist jener Kampfgeist gefragt, den das ÖEHV-Team in Helsinki stets gezeigt hat.

Dass die Russen noch einmal so lustlos auftreten wie am Donnerstag gegen Frankreich ist nicht zu erwarten. Denn nach dem 1:2 gegen den Außenseiter hat der Titelverteidiger am Tag danach auch den Schlager gegen Finnland mit 2:3 verloren.

"Ein Punkt gegen Russland wäre super", meinte Andre Lakos. "Wir werden wieder alles daran setzen, dass wir im letzten Drittel die Chance haben zu gewinnen. Die Russen waren in den letzten beiden Partien relativ undiszipliniert und haben frustriert gewirkt. Vielleicht schaffen wir das gleich zu Spielbeginn auch."

Kapitän Thomas Koch wird dem österreichischen Nationalteam fehlen. Koch hatte am Samstag im Spiel gegen Finnland einen Stockschlag auf das Auge bekommen. "Er sieht nicht ganz klar, das Risiko wäre zu groß", sagte Teamchef Manny Viveiros. Nicht dabei sein wird auch Verteidiger Gerhard Unterluggauer wegen einer Adduktorenverletzung und Daniel Welser, der gegen Finnland eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hatte. Er wurde am Sonntagabend vom Disziplinarausschuss für ein Spiel gesperrt.