Österreichs Handball-Damen fahren zur WM. Österreich schafft die große Überraschung. Die ÖHB-Damen gewannen in Polen mit 29:26 und sind damit bei der Weltmeisterschaft in Spanien dabei. Erstmals seit 2009.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 20. April 2021 (19:51)
Jubelstimmung. Österreichs Handball-Damen feiern einen 29:26-Auswärtssieg in Polen, gewinnen das Play-off mit einem Gesamtergebnis 58:55 und sind bei der WM im Dezember dabei.
Usercontent, Malcolm Zottl

Nach einem 29:29 im Play-off-Hinspiel in der Südstadt waren die Chancen auf die erste WM-Teilnahme der ÖHB-Damen seit 2009 in Takt. Allerdings war auch klar, dass es auswärts bei den favorisierten Polinnen einen Auswärtssieg braucht. Die Österreicherinnen hielten das Spiel in der Anfangsphase offen, lagen immer wieder mit einem Tor vorne. Polen glich ebenso oft  immer wieder aus. Mitte des ersten Durchgangs schafften die Müller-Girls einen Zwischensprint und setzten sich auf Plus Fünf ab. Mit einem15:12-Vorsprung ging es schlussendlich in die Kabinen.

Polen kämpft und bietet Paroli

Nach Wiederbeginn holten die Heimischen den Rückstand rasch auf (16:16). Doch Österreich fand eine Antwort. Johanna Reichert mit einem Tor aus dem Rückraum und mit einem Überzieher, so wie Nina Neidhart im Gegenstoß stellten den drei Tore-Vorsprung wieder her. Es folgte eine nervösere Phase beider Mannschaft mit vielen vergebenen Möglichkeiten hüben wie drüben. Österreich blieb aber bis zur Schlussphase in Führung - mit ein oder zwei Toren. In Minute 50 gelang Polen dann der neuerliche Ausgleich (22:22). Größere Spannung vor den letzten zehn Minuten wäre nicht möglich gewesen.

Österreich legt wieder vor

Patrica Kovacs, Sonja Frey trafen für Österreich, doch auch die Heimischen trafen zweimal. Nachdem ein Reichert-Abschluss der Linie entlang rollte und schlussendlich darüber, führte Österreich 25:24. Es folgte ein Schrittfehler Polens, das 26:24 durch Frey und ein Offensivfoul der Heimischen. Doch auch die Österreicherinnen verloren im Angriff den Ball. Nachdem Polen einen langen Angriff mit einem Fehlwurf abschloss hatten Kovacs und Co. die Chance für die Vorentscheidung zu sorgen. Reichert holte eine Zeitstrafe heraus, Frey den Siebenmeter und Kovacs verwertete (27:24). Polen antwortete noch einmal. Doch Kovacs blieb vorne cool. Und nach einer Parade von Petra Blazek traf Josefine Huber zum 29:25. Das Spiel entscheiden, Österreich fährt schlussendlich mit einem 29:26-Sieg zur WM. Erstmals seit zwölf Jahren.