Judoka Polleres kämpft um Gold und hat Medaille sicher. Michaela Polleres aus Wimpassing (Bezirk Neunkirchen) hat bei den Olympischen Spielen in Tokio in der Judo-Gewichtsklasse bis 70 kg Gold oder Silber sicher.

Von APA / NÖN.at. Update am 28. Juli 2021 (11:16)
Polleres kämpft um Gold
Polleres kämpft um Gold
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Die Weltranglisten-Achte gewann am Mittwoch das Semifinale gegen die Niederländerin Sanne van Dijke, die in der Weltrangliste auf Rang drei liegt, mit Waza-Ari. Es war das Duell der beiden WM-Dritten. Im Finale wartet im altehrwürdigen Budokan nun die Japanerin Chizuru Arai, die sich gegen Madina Taimasowa aus Russland durchsetzte.

Polleres hatte sich auf dem Weg zum Poolsieg gegen die Irin Megan Fletcher (Waza-Ari), die Südkoreanerin Kim Seongyeon (Golden Score/Waza-Ari) und die Weltranglisten-Siebente Barbara Matic aus Kroatien (Waza-Ari) durchgesetzt. Zuvor war da ein Ippon zurückgenommen worden.

Polleres (in Weiß) zog ins Semifinale ein
Polleres (in Weiß) zog ins Semifinale ein
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"Es kann leider immer passieren. Wichtig ist, dass man dann fokussiert bleibt und nicht schon abgeschlossen hat. Yvonne hat mir draußen weiter Tipps geben, ich habe die Ruhe bewahrt und sauber gekämpft", sagte die von Nationaltrainerin Yvonne Bönisch gecoachte Kämpferin.

Im WM-Halbfinale in Budapest war Polleres Matic noch unterlegen. "Wir haben uns eine gute Taktik überlegt: Dass ich nur links kämpfe und die Zughand kontrolliere. Wie man sieht, ist das ganz gut aufgegangen", sagte die 24-Jährige. Auch Fletcher und Kim waren bei der Ungarn-WM im Juni Gegnerinnen, beide besiegte sie auch damals.

Nun hat Polleres die zweite Medaille für Österreich im Judo bei diesen Sommerspielen bereits sicher. Am Dienstag gewann Shamil Borchashvili in der Kategorie bis 81 kg Bronze. Insgesamt ist es das dritte Edelmetall für Österreich in Tokio, nachdem im Rad-Straßenrennen sensationell Anna Kiesenhofer triumphiert hatte.