Konrad im "Bergzeitfahren" gegen Spezialisten. Das olympische Rad-Einzelzeitfahren der Männer am Mittwoch (7.00 Uhr/MESZ) auf und um den Fuji-Speedway ist mit 850 Höhenmetern auf 44 Kilometern eine hügelige Angelegenheit. Das erschwert die Sache für die etwas schwergewichtigeren Spezialisten, tempofeste Allrounder und Bergfahrer dürfen sich deshalb etwas ausrechnen. Allen voran der belgische Alleskönner Wout van Aert, im Straßenrennen bereits Zweiter. Für Österreich geht Patrick Konrad an den Start.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 26. Juli 2021 (06:04)
Patrick Konrad war Teil des Siegerduos
Patrick Konrad
APA (AFP/Archiv)

Bei den Frauen ist Rot-weiß-rot nicht vertreten, weil es im Qualifikationszeitraum nicht für einen Quotenplatz gereicht hatte. Anna Kiesenhofer hatte diesen nur knapp verpasst. In Abwesenheit der Sensationsolympiasiegerin geht es im Zeitfahren vor allem für die Niederländerinnen um Wiedergutmachung. Im Straßenrennen hatten die Favoritinnen Ausreißerin Kiesenhofer auch aufgrund von Missverständnissen nicht mehr eingeholt. Im Kampf gegen die Uhr über 22 km wollen es Annemiek van Vleuten und Weltmeisterin Anna van der Breggen im kleinen Feld von nur 25 Teilnehmerinnen besser machen.

Für die Männer geht es auf einem Rundkurs über die doppelte Distanz. Konrad, der 18. des Straßenrennens, zählt unter 40 Fahrern nicht zu den Medaillenanwärtern. "Ich habe schon öfter beweisen, dass ich auf schweren und kurzen Kursen gute Zeitfahren hinbringe, gegen absolute Spezialisten wird es aber sicher recht schwer", so der kletterstarke Niederösterreicher. Den Startplatz, den einer der drei Teilnehmer am Straßenrennen einnehmen muss, wolle er aber mit vollem Einsatz rechtfertigen. "Das lasse ich mir nicht nehmen, meine Stärke waren sicher im Straßenrennen, aber ich werde am Mittwoch alles geben."

Zu den Favoriten zählen neben Van Aert dessen Landsmann Remco Evenepoel, Weltmeister Filippo Ganna (ITA), Ex-Seriensieger Rohan Dennis (AUS) und Europameister Stefan Küng (SUI). Aber auch andere wie der in 2016 in Rio zweitplatzierte Niederländer Tom Dumoulin, der Slowene Primoz Roglic, Joao Almeida aus Portugal und der Däne Kasper Asgreen könnten ganz vorne mitmischen.