Auböck als Vorlauf-Vierter ins Finale über 800 m Kraul. Der Bad Vöslauer Felix Auböck steht bei den Olympischen Spielen in Tokio im Finale über 800 m Kraul. Der 24-Jährige präsentierte sich in den Vorläufen am Dienstag bärenstark, gewann er doch den am besten besetzten Heat.

Von APA / NÖN.at. Update am 27. Juli 2021 (16:26)
Felix Auböck beim Blick auf die Anzeigetafel
Felix Auböck beim Blick auf die Anzeigetafel
APA/GEORG HOCHMUTH

Auböck verbesserte seinen im April fixierten bisherigen österreichischen Rekord in 7:45,73 Min. um 0,99 Sek. und zog damit als Viertschnellster des 33-köpfigen Feldes in den Endlauf ein. Um die Medaillen geht es am Donnerstag um 3.30 Uhr MESZ.

"Es war ein sehr gutes Rennen, ich bin sehr zufrieden damit", lautete Auböcks Resümee gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Die Enttäuschung über den vierten Platz am Sonntag über 400 m Kraul sei schwer zu verarbeiten gewesen. Es sei aber darum gegangen, dass er trotzdem österreichischen Rekord und damit so gut wie davor noch nie geschwommen sei. "Das habe ich in das 800-m-Rennen mitnehmen müssen. Ich habe mich sehr auf das Rennen gefreut."

Im gesamten Lauf war Auböck unter den Top zwei - bis zur Halbzeit Zweiter und ab der 450-m-Wende Erster. Es sei nicht der Plan gewesen, so schnell anzugehen. Aber es habe sich gut angefühlt. Daher habe er ein konstant hohes Tempo weitergeführt. Der Lauf davor war nominell schwächer besetzt gewesen, hat aber die Top drei des Finalfeldes ergeben. "Wir haben alle dieses Rennen im Callroom gesehen, das hat uns gleich eine andere Spannung gegeben."

Auf der Strecke blieben schließlich u.a. der starke Norweger Henrik Christiansen als Neunter, der tunesische 400-m-Sieger Ahmed Hafnaoui als Zehnter und der Italiener Gabriele Detti als Zwölfter. Mit Auböck im ersten Olympia-Finale über 800 m der Männer schwimmen Michaeil Romantschuk (UKR), Florian Wellbrock (GER), Robert Finke (USA), Guilherme Costa (BRA), Jack McLoughlin (AUS), Sergej Frolow (UKR) und Gregorio Paltrinieri (ITA). Auböck wird auf Bahn sechs zu sehen sein.

Rund eine Stunde vorher in der Vorlaufsession hatte sein engerer Landsmann Christopher Rothbauer über 200 m Brust unter 40 Aktiven Rang 28 belegt. Zur Rennhälfte 0,46 Sek. hinter seiner Durchgangsmarke beim nationalen Rekord, fiel er danach in 2:13,19 Min. um 3,31 Sek. hinter diese Marke vom Februar 2020 zurück. Es war der einzige Start des 23-Jährigen bei seinen Debüt-Spielen. Mit seinem OSV-Rekord von 2:09,88 hätte Rothbauer das Semifinale erreicht.

"Die Zeit ist erschreckend schlecht", bilanzierte Rothbauer. "Aber ich traue mir zu sagen, dass ich grundsätzlich gut in Form bin. Ich muss so ehrlich und selbstkritisch sein, dass ich einfach im Kopf noch nicht bereit bin für solche Großereignisse." Er habe vor allen Respekt, die es bei Olympia schaffen, Bestleistungen und gute Platzierungen zu bringen. "Ich glaube, wenn unser Wettkampf anders heißen würde, zum Beispiel Sushi-Cup, dann wäre das alles leichter."

Es sei aber noch immer die große Überschrift 'Olympische Spiele'. "Das hat mich, glaube ich, gebremst ein bisschen und zu sehr beeindruckt. Da muss ich so ehrlich zu mir selber sein. Aber abhaken und auf die nächste Saison konzentrieren. Und in drei Jahren kann ich mein Olympia-Debüt hoffentlich wieder gutmachen."