Onea holte WM-Silber in Montreal. Tolles Karriere-Highlight für Andreas Onea: Der Deutsch-Wagramer sicherte sich am Donnerstag bei der IPC-Schwimm-Weltmeisterschaft im kanadischen Montreal die Silbermedaille über 100 m Brust.

Erstellt am 16. August 2013 (09:13)
Der Deutsch Wagramer Top-Schwimmer Andreas Onea mit der begehrten Silbermedaille in der Kategorie Athleten mit Körperbehinderung.
NOEN, Mario Lug Media
Der 21-Jährige wurde im Finale in der Klasse SB8 (Athleten mit Körperbehinderung) in der Zeit von 1:12,99 hervorragender Zweiter, geschlagen nur vom aktuellen Weltrekordhalter Andriy Kalyna aus der Ukraine.

"Genau dafür nimmt man die ganzen Strapazen in Kauf"

Nach dem Bewerb zeigte sich Onea (linke Arm-Amputation nach einem Autounfall im Alter von 6 Jahren) überwältigt vom größten Erfolg in seiner bisherigen Karriere: "Es war unglaublich, ich habe mich extrem gefreut. Genau dafür nimmt man die ganzen Strapazen in Kauf."

Zur Erklärung führte Onea aus: "Man muss sich vorstellen, dass die Vorbereitung auf diese WM bereits kurz nach den Paralympics in London im September des Vorjahres begonnen hat und zwar mit sechs bis acht Trainingsstunden pro Tag - und jetzt ernte ich gemeinsam mit meinem Team den Lohn dieser harten Arbeit. Das ist wunderschön."

Souverän zu Silber geschwommen

Einzig der Start zum 100m Brust-Finale lief für den einzigen österreichischen Teilnehmer bei der IPC (Internationales Paralympisches Komitee) Schwimm-WM in Montreal nicht ganz nach Wunsch. Onea tauchte als Sechster ein, doch schon auf den ersten 50 Meter überholte der 21-Jährige aus Deutsch-Wagram im Bezirk Gänserndorf Konkurrent um Konkurrent und lag bei der Wende bereits auf dem zweiten Rang, den er bis zum Ende souverän verteidigte.

Schlussendlich distanzierte der Deutsch-Wagramer den drittplatzierten Polen Krzysztof Paterka sogar klar um eineinhalb Sekunden. Wenig später bekam Onea im bekannten Parc Jean-Drapeau (nahe der Formel 1-Strecke) von Montreal die Silbermedaille überreicht.

Der Weg in Richtung Rio 2016 stimmt

Onea beschrieb seine Gefühle auf dem Siegespodest: "Der Jubel war riesig, das Gefühl überwältigend, es war eine Ehre da zu stehen. Besonders gefreut haben mich auch die zahlreichen Gratulationen von internationalen Kollegen. Die Medaille bedeutet mir extrem viel. Der Weg in Richtung Rio 2016 stimmt."

Onea wird damit immer mehr zum absoluten Aushängeschild im österreichischen Behindertensport. Der Deutsch-Wagramer steht nämlich mittlerweile (im Alter von 21 Jahren!) bei Großereignissen bereits bei vier Medaillen: Einmal Silber (Montreal 2013) und dreimal Bronze (zweimal bei EM, einmal bei WM)!