Medaillenregen für Johannes und Barbara Aigner

Aktualisiert am 23. Januar 2022 | 21:12
Lesezeit: 3 Min
Bei der Para-Ski-Weltmeisterschaft in Lillehammer haben die Gloggnitzer Zwillingsgeschwister Barbara und Johannes Aigner groß abgeräumt. Die erst 16-jährigen Niederösterreicher holten gleich fünf Medaillen. Drei davon glänzen in Gold.
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16-jährige sehbehinderte Gloggnitzer Johannes Aigner hat nach Silber im Super-G und einer weiteren Silbermedaille im Riesentorlauf bei der alpinen Para-Ski-WM in Hafjell über seinen ersten Titel jubeln dürfen. Der 16-jährige Niederösterreicher triumphierte am Freitag im Slalom der sehbehinderten Klasse mit seinem Guide Matteo Fleischmann 0,11 Sekunden vor dem Italiener Giacomo Bertagnolli und krönte damit für ihn hervorragende Titelkämpfe. "Es ist ein super Gefühl", sagte Aigner. Durch die Goldmedaille falle ein großer Druck ab. "Ich weiß jetzt, dass es funktioniert, wenn es drauf ankommt." 

Seine zweite Goldene fuhr Aigner am Sonntag im Parallelevent ein. Gemeinsam mit Guide Fleischmann besiegte er im großen Finale den Italiener Giacomo Bertagnolli. Bereits davor hatte er die Duelle gegen Michal Golas (POL), Jakub Krako (SVK) und Alexander Alyabyev (RUS) gewonnen.

"Ich bin super happy über das Abschneiden bei der WM. Es war ja meine erste, und dass es so aufgegangen ist, hab ich mir davor wirklich nicht gedacht. Vor allem den Super G wollte ich nur so mitnehmen als Vorbereitung für die Kombi, und dann ist es Silber geworden. Die Ergebnisse geben mir viel Selbstvertauen für die kommenden Aufgaben. Morgen gehts weiter nach Are, wo die nächsten Weltcuprennen am Programm stehen. In Are wird nächstes Jahr die Paraski-WM ausgetragen, sozusagen sind die Rennen ein Testlauf. Ich freu mich drauf", so ein überglücklicher Johannes Aigner. 

Markus Gutenbrunner (ÖSV-Cheftrainer) jubelt: „Johannes ist super gefahren, er hat wirklich nochmal eine Top-Performance abgeliefert – auch mental.“     

Bereits am Donnerstag hatte Johannes Aigners Zwillingsschwester Barbara Aigner (16) im Riesentorlauf der sehbehinderten Frauen mit Guide Klara Sykora Gold geholt.

Barbara und Johannes Aigner
Das ÖSV-Team kann mit zehn Medaillen über eine beeindruckende Medaillenbilanz jubeln.
Foto: ÖSV

Insgesamt eroberte das ÖSV-Team bei den Titelkämpfen in Lillehammer/Hafjell zehn Medaillen, davon fünf in Gold. Eine Bilanz, die Trainer Gutenbrunner zufriedenstellt:  „Mit 6 bis 8 Medaillen habe ich davor gerechnet, diese Erwartungen wurden übertroffen. Wir können nun auch für die Paralympics viel mitnehmen. An manchen Schrauben werden wir noch drehen, um auch im März in Peking wieder bestens aufgestellt zu sein.“