Personeller Kahlschlag bei NADA nach Fall Hoffmann. Andreas Schwab ist nicht mehr Geschäftsführer der Nationalen Anti Doping Agentur. Er vereinbarte mit Sportminister Darabos, sein Dienstverhältnis aufzulösen. Weiters teilte Schwab mit, dass die Mitglieder der Rechtskommission und deren Ersatzleute ihrer Ämter "enthoben werden, um weiteren Schaden für die NADA und die Rechtskommission im Zusammenhang mit dem Fall Christian Hoffmann zu vermeiden".

Erstellt am 30. März 2012 (14:26)

Andreas Schwab ist nicht mehr Geschäftsführer der Nationalen Anti Doping Agentur. Er vereinbarte mit Sportminister Darabos, sein Dienstverhältnis aufzulösen. Weiters teilte Schwab mit, dass die Mitglieder der Rechtskommission und deren Ersatzleute ihrer Ämter "enthoben werden, um weiteren Schaden für die NADA und die Rechtskommission im Zusammenhang mit dem Fall Christian Hoffmann zu vermeiden".

Die Rechtskommission war zuletzt durch die Veröffentlichung von Auszügen einer von Hoffmann durchgeführten Tonaufnahme der Sitzung und der Entscheidungsfindung in die Kritik geraten. "Einen personellen Neustart bei der NADA halte ich im Interesse des Kampfes gegen Doping für den richtigen Schritt. Damit kann in der Öffentlichkeit wieder das notwendige Vertrauen zur NADA aufgebaut werden", teilte Sportminister Darabos mit.

Schwab wurde im Frühling 2008 zum Geschäftsführer der neuen NADA bestellt, die am 1. Juli 2008 ihre Tätigkeit aufnahm. Sein Vertrag wäre bis 2013 gelaufen. Gegenüber der APA wollte Schwab keinen weiteren Kommentar abgeben.

Sportminister Norbert Darabos meinte in einer Aussendung. "Einen personellen Neustart bei der NADA halte ich im Interesse des Kampfes gegen Doping für den richtigen Schritt. Damit kann in der Öffentlichkeit wieder das notwendige Vertrauen zur NADA aufgebaut werden." Unabhängig von der Frage, ob die Tonbandaufzeichnung rechtmäßig zustande gekommen sei, habe die Diskussion über die Causa Hoffmann der Glaubwürdigkeit der NADA geschadet. "Die vielen Verdienste der NADA sind dadurch in den Hintergrund gerückt", meinte Darbos weiter.

Der 59-jährige Steirer Andreas Schwab war im Frühling 2008 zum Geschäftsführer der damals neu gegründeten NADA bestellt worden, die am 1. Juli 2008 ihre Tätigkeit aufnahm. Sein Vertrag wäre bis 2013 gelaufen, zuletzt hatte er gegenüber Medien noch betont, diesen auch erfüllen zu wollen.