Polizei bereitet sich auf Wiener Derby vor. Das Wiener Derby steht vor der Tür und hält diesmal einige Unbekannte für die Sicherheitskräfte bereit: Nach dem Platzsturm des grün-weißen Anhangs beim bisher letzten Aufeinandertreffen von Rapid und Austria im vergangenen Mai im Hanappi-Stadion wurde die Begegnung ins Ernst-Happel-Stadion verlegt. Laut Polizei wird das Derby "wie immer" als Risikospiel nach den UEFA-Richtlinien eingestuft.

Erstellt am 18. August 2011 (10:24)

Das Wiener Derby steht vor der Tür und hält diesmal einige Unbekannte für die Sicherheitskräfte bereit: Nach dem Platzsturm des grün-weißen Anhangs beim bisher letzten Aufeinandertreffen von Rapid und Austria im vergangenen Mai im Hanappi-Stadion wurde die Begegnung ins Ernst-Happel-Stadion verlegt. Laut Polizei wird das Derby "wie immer" als Risikospiel nach den UEFA-Richtlinien eingestuft.

Die Exekutive erwartet rund 30.000 Zuschauer, von denen etwa 1.800 dem violetten Anhang zuzurechnen sein sollten. Faktum ist, dass die Polizei mit einem starken Aufgebot ein Zusammentreffen der Fangruppen zu verhindern versuchen wird. Klar ist weiters, dass die Anhänger sehr früh zum Stadion kommen sollten. Polizeisprecher Roman Hahslinger kündigte strenge Ausweiskontrollen an. "Und das Spiel beginnt sicher nicht später", sagte er der APA.

Kritische Bereiche könnten neben den Stadionzugängen auch die Lokale im Prater sein. Insidern zufolge soll diesmal entgegen früherer Gewohnheiten das Schweizerhaus in der Hand des Rapid-Anhangs sein. Die Austrianer könnten sich eventuell bei der "Luftburg" oder dem "Englischen Reiter" treffen.

Über organisierte Aktionen hat die Exekutive derzeit keine Informationen. Kenner der Szene sind auch eher skeptisch, ob sich der grün-weiße Anhang diesmal größere Ausschreitungen leisten will. Durch den bevorstehenden Prozess wegen der Attacken am Westbahnhof vom Mai 2009 sowie den zu erwartenden Strafen nach dem Platzsturm beim jüngsten Derby könnte die grün-weiße Szene einen gewissen Dämpfer bekommen haben, meinen Experten.

Im Endeffekt gehe es um die Frage, ob jemand die Initialzündung liefert oder nicht, so ein Insider zur APA. "Langweilig wird der Polizei im ohnehin schwer zu überwachenden Prater nicht werden."