Powondra reicht ein Brett zum Glück

Der Böheimkirchner Snowboarder Felix Powondra ließ im März mit Silber bei Junioren-WM aufhorchen. Er ist unser Nachwuchssportler des Monats.

Erstellt am 01. Juli 2021 | 03:57
Lesezeit: 2 Min
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Mit dem Juniorenweltmeistertitel sicherte sich der 18-jährige Böheimkirchner Felix Powondra die Auszeichnung zum „NV Nachwuchssportler des Monats“ im März. Dazu gratulierten Sportlandesrat Jochen Danninger (l.) und NV-Regionaldirektor Martin Gabler.
Foto: Claus Stumpfer, Claus Stumpfer

Felix Powondra braucht keine Bretter, die die Welt bedeuten. Dem Boarder-Shootingstar reicht ein Brett. Der 18-jährige Böheimkirchner von Union Trendsport Weichberger sorgte im März mit Platz zwei für die Sensation bei der Jugend-WM im sibirischen Krasnoyarsk. Was bei der Kür zum NV-Nachwuchssportler des Monats honoriert wurde.

Bei eisigen Temperaturen gingen rund 3.400 Kilometer östlich von Moskau heuer die Snowboard-Titelkämpfe der Junioren über die Bühne. Powondra, der aus dem Sport-Gym St. Pölten hervorgegangen ist, gelang es bereits in Viertel- und Semifinale, den im Europacup führenden Franzosen Guillaume Herpin und den Deutschen Niels Coradt aus dem Bewerb zu werfen. Im großen Finale lieferte er dann Topfavorit Eliot Grondin, der im Cross-Weltcup hinter dem Vorarlberger Alessandro Hämmerle heuer bereits Zweiter geworden war, ein packendes Duell, in dem sich der Kanadier erst im Fotofinish durchsetzen konnte.

„Ich bin megahappy mit Silber!“

Lange Zeit sah es sogar nach Gold aus. „Die letzte Kurve habe ich etwas zu weit außen angesetzt, dort habe ich vielleicht den halben Meter verloren, der mir zu Gold gefehlt hat“, ließ sich Powondra dadurch aber die gute Laune nicht verderben. „Ich bin megahappy mit Silber!“

Inzwischen hat Powondra auch seine Matura in Stams abgelegt, und über den Sommer trainiert er im Sportzentrum NÖ. Von Stams verabschiedet er sich schweren Herzens, hatte er dort doch mit dem um ein Jahr jüngeren Elias Schlinger einen kongenialen Trainingspartner, der ebenfalls aus Böheimkirchen stammt. Und auch Powondras jüngere Schwester Paulina drückt noch immer im Tiroler Elite-Skigymnasium die Schulbank. „Elias und ich haben uns zu Höchstleistungen gepusht, das wird mir schon fehlen“, ist Powondra dennoch voller Tatendrang für die kommende Saison, die er als frischgebackener Heeressportler absolvieren wird. „Das gibt mir natürlich die Möglichkeit, weiter professionell mit dem ÖSV-Kader zu trainieren“, hat er viel vor.

Seine Studienpläne stellt Powondra noch hintan, schwankt zwischen Architektur und Medizin. „Ich wollte nie in die Fußstapfen meines Vaters treten (praktischer Arzt im PVE Böheimkirchen, Anm.), aber mittlerweile ist mein Interesse an Medizin gewachsen“, erklärt er.