Pfarrer bereit für Europameisterschaft in Prag. Priesterliche "Fußballgötter" holten sich Feinschliff bei Abschlusstraining in Ybbs/Donau

Von Wolfgang Zarl. Erstellt am 11. Februar 2020 (16:15)
Wolfgang Zarl

Angeführt vom Ybbser Pfarrer und Kapitän Hans Wurzer forderte das österreichische Priesterfußballnationalteam ein Team aus Bediensteten des Therapiezentrums Ybbs heraus, um sich für die Priester-Europameisterschaft vom 17. bis 21. Februar in Prag vorzubereiten. Beim abschließenden Training wurden Priester aus ganz Österreich zusammengezogen, die also lange Anfahrtswege hatten.

Auch mehrere Priester aus Niederösterreich und dem Burgenland schafften es wieder die glorreiche Auswahl: darunter der Wieselburger Pfarrer, Dechant Daniel Kostrzycki, der Pfarrer von Annaberg, P. Justin Minkowitsch, oder der legendäre "Brecher" Zdravko Gasparic, Pfarrer von Kittsee Pama. Die Priesterauswahl hielt sich wacker, über das Ergebnis wurde charmant Stillschweigen vereinbart. Nur so viel sei erwähnt: Tormann Wurzer hatte als Schlussmann keinen langweiligen Nachmittag.

Die österreichische Nationalmannschaft setzt sich aus Priestern aus mehreren Nationen zusammen, Kapitän Wurzer kann aus rund 3500 österreichischen Priestern auswählen. Motivation schöpfe das Team aus einem besonderen „Ruf“, so Wurzer: „Um uns richtig zu motivieren, ruft das österreichische Team vor jedem Spiel ein ehrfurchtsvolles, kraftvolles, dreifaches ‚Halleluja’“.

"Internationalität der Kirche aktiv leben"

Das Team erkickte zuletzt recht gute Ergebnisse, im Februar schaffte man Platz 11 bei der Europameisterschaft in Montengro. Außerdem freut sich Wurzer, dass zuletzt neue junge Geistliche ins Team eingebaut werden konnten. Meist wird bei den Spielen für Menschen in Not gespielt.

Kapitän Wurzer betont: "Wir als österreichische Priesternationalmannschaft versuchen die Internationalität der Kirche aktiv zu leben, mit Benefizspielen Ausgegrenzten zu helfen und Kirche als sportlich modern und überregional zu leben und zu präsentieren."

Zum Favoritenkreis würden wieder jene Länder zählen, die aus einem großen Pool aus jungen Priestern wählen können: also etwa Polen und Kroatien.

Die österreichische Priesternationalmannschaft freut sich über viele Fans. Pepi Frank und Sepp Eppensteiner, vom Vorsitzteam der Diözesansportgemeinschaft Österreichs (DSGÖ), betonen, dass das Team bei den Gläubigen sehr populär sei. Die obersten Kirchensportler Österreichs rechnen mit vielen Daumendrücker. Frank und Eppensteiner: "Diese sympathischen und sportlichen Priester bewegen Österreich und sind Vorbilder, auch Sport zu betreiben. Als vielbeschäftigte Priester wissen sie, dass ein solcher Ausgleich gut ist für Körper, Seele und Geist!"