Der Fokus liegt bei Konrad und Pernsteiner am Giro. Der Ebreichsdorfer Patrick Konrad und der Kirchschlager Hermann Pernsteiner werden im Herbst die Italien-Rundfahrt in Angriff nehmen.

Von NÖN-Redaktion, APA. Erstellt am 25. Juni 2020 (16:42)
Patrick Konrad will beim Giro um die Spitzenplätze mitradeln.
Bora Hansgrohe

Die Rad-Asse der UCI World Tour sind derzeit in der Vorbereitung auf eine arg verkürzte Saison. Doch binnen dreieinhalb Monaten stehen die wichtigsten Klassiker allesamt am Kalender. Für die Niederösterreicher sind dabei die großen Landesrundfahrten Hauptthema. Während der Haidershofener Gregor Mühlberger bei der Tour de France eingeplant ist, dort Bora-Captain Emanuel Buchmann auf das Gesamtpodest helfen soll, ist für Patrick Konrad und Hermann Pernsteiner der Giro d'Italia Thema.

Konrad hat bei Giro Großes vor

Für Konrad wird es ab 3. Oktober die dritte Teilnahme an der Italien-Rundfahrt sein. 2018 feierte der gebürtige Ebreichsdorfer als Gesamtsiebenter dort sein internationales Karrierehighlight. "Ich habe sehr gute Erinnerungen an den Giro und möchte natürlich besser werden als vor zwei Jahren“, blickt der 28-Jährige Ebreichsdorfer voraus. Bis 1. Juli befindet sich Konrad mit seinem Bora-Team noch im Trainingslager im Öztal. "Mit dem Team ist doch eine andere Qualität möglich. Es macht großen Spaß, wir sind eine tolle Gruppe“, schilderte Konrad der APA. Am 23. Juli soll mit der Sibiu-Rundfahrt in Rumänien, der erste echte Formtest folgen.

Pernsteiner seht vor Debüt

Auch der Kirchschlager Hermann Pernsteiner soll endlich seine Premiere beim Giro feiern. Im Vorjahr fiel er kurzfristig aus dem Aufgebot. Heuer machte zunächst Corona einen Strich durch die Rechnung. Jetzt soll es klappen. Derzeit absolviert der 29-Jährige ein Trainingslager im Tiroler Kühtai. Ab Mitte Juli geht es mit den Bahrain McLaren-Kollegen in die Dolomiten. Dass Pernsteiner bei großen Rundfahrten vorne mitmischen kann, bewies er bei der Vuelta a'Espana 2019. Dort holte er trotz Helferrolle Platz 15, ohne Pech bei einem Windkante wäre wohl ein Top Ten-Rang möglich gewesen. 

ÖRV präsentiert Zeitfahr-Serie

Währenddessen verlautbarte der heimische Radsportverband (ÖRV) eine neue Rennserie für die heimische Elite. Nach der Absage der Österreich-Rundfahrt und der Bundesliga gibt es eine achtteilige Zeitfahr-Serie - "Austrian Time Trial Series" genannt. Am 9. August macht die Serie mit einem Bergzeitfahren am Hochkar auch in Niederösterreich Station.