Rapid im Hoch: Vorfreude aufs Derby. Der Verlauf der bisherigen Saison war ein Musterbeispiel dafür, wie schnell sich die Stimmung rund um Rapid drehen kann.

Erstellt am 09. August 2013 (10:36)

Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Asteras Tripolis am Donnerstag und dem damit verbundenen Aufstieg ins Europa-League-Play-off herrscht in Wien-Hütteldorf Euphorie wie schon lange nicht - dabei hatte die Lage nach dem Cup-Aus gegen den LASK Mitte Juli noch ganz anders ausgesehen.

Coach Barisic: "Immer schon gute Stimmung in der Mannschaft"

Trainer Zoran Barisic war aber schon damals von den Qualitäten seiner Truppe überzeugt. "Wir hatten innerhalb der Mannschaft immer eine gute Stimmung, auch nach dem LASK-Match. Wir haben uns nie beunruhigen lassen und sind unseren Weg weitergegangen", erklärte der Wiener.

Der Lohn dafür sind vorerst Bundesliga-Platz drei - punktegleich mit Spitzenreiter Salzburg - und das Europa-League-Play-off. "Aber wir haben noch gar nichts erreicht und bleiben bescheiden", betonte Barisic.

"Goldenes Händchen": Joker Schaub sicherte mit Doppelpack Aufstieg

Barisic bewies mit der Einwechslung von Louis Schaub ein goldenes Händchen - der 18-Jährige kam für den mit einer Wadenverletzung ausgeschiedenen Marcel Sabitzer, erzielte kurz darauf das 2:1 und machte mit dem 3:1 den Sack zu. Von Terrence Boyd wurde der Offensivspieler prompt zum "kleinen Mario Götze" geadelt.

Zweiter Matchwinner für Rapid war Thanos Petsos, der seine starke Leistung mit dem 1:0 nach einem 50-Meter-Sprint krönte. "Ich habe ab und zu einen Drang nach vorne. Manchmal läuft man diese Wege umsonst, aber wenn es einmal klappt, ist es umso schöner", sagte der Grieche.

Boyd: "Jetzt sind wir geil auf die Gruppenphase"

Sein Vorlagengeber Boyd jubelte über einen "tollen Tag für den ganzen Verein. Jetzt sind wir richtig geil auf die Gruppenphase." Doch bevor das Play-off ansteht, geht es noch am Sonntag gegen die Austria. "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für dieses Spiel als jetzt. Es wird Zeit für mein erstes Derby-Tor", erklärte Boyd.

Auch Schaub ("Wir haben jetzt viel Rückenwind fürs Derby") und Christopher Trimmel ("Wir werden es der Austria nicht leicht machen") war die Vorfreude auf das Duell mit dem Erzrivalen anzumerken. Letzterer hatte mit einem missglückten Abschlag das Gegentor verschuldet. "Doch Gott sei Dank ist es bei uns so, dass wir weiterkämpfen, wenn jemand einen Fehler macht", sagte der Burgenländer.

In der allgemeinen Hochstimmung trat nur Sportdirektor Helmut Schulte als Mahner auf. "Das Pendel hätte auch diesmal in eine andere Richtung ausschlagen können. Bei 2:1 hat Asteras schon Druck aufgebaut", betonte der Deutsche.