Rapid in Europa-League-Quali gegen Tripolis. Ein Jahr nach den Ausschreitungen von Saloniki muss der SK Rapid im Fußball-Europacup erneut nach Griechenland. Die Hütteldorfer starten bei Asteras Tripolis in die Europa-League-Qualifikation. Sturm Graz bekommt es im Fall eines Aufstieges gegen Breidablik (Hinspiel 0:0) in der dritten Qualifikationsrunde entweder mit Hödd Ulsteinvik aus Norwegen oder FK Aktobe aus Kasachstan (1:0) zu tun.

Erstellt am 19. Juli 2013 (14:58)

"Es ist ein starker Gegner, aber gewisse Dinge kann man nicht ändern", erinnerte Rapid-Trainer Zoran Barisic. "Wir nehmen die Herausforderung an." Tripoli hat die griechische Meisterschaft hinter den beiden Großclubs Olympiakos Piräus und PAOK Saloniki auf Platz drei beendet. Barisic: "Alleine diese Tatsache spricht für sich. Ich gehe davon aus, dass diese Mannschaft Qualität hat."

Mit Thanos Petsos steht seit dieser Woche auch ein Halbgrieche im Kader der Wiener. Der Mittelfeldspieler ist aber in Deutschland geboren und aufgewachsen. "Die griechische Liga ist nicht mehr ganz so stark, wie sie einmal war", meinte Petsos. "Olympiakos und PAOK sind die einzigen, die wirklich Geld haben. Die meisten anderen Clubs müssen auf junge Spieler setzen."

Asteras hat allerdings zahlreiche Legionäre im Kader, vor allem aus Argentinien und Spanien. Trainer ist Ex-Nationalspieler Sakis Tsiolis. "Die Mannschaft ist sehr schwer einzuschätzen", betonte Rapid-Sportdirektor Helmut Schulte, der sich bereits mit den Anreiseoptionen in die Kleinstadt am Peloponnes beschäftigte. Das Hinspiel dürfte am 1. August 150 Kilometer südwestlich von Athen über die Bühne gehen, das Rückspiel am 8. August in Wien.

Für den Einzug in die lukrative EL-Gruppenphase müssten die Grün-Weißen noch eine weitere Runde überstehen. "Jedes schwere Spiel bringt die Mannschaft weiter, das ist eine unbezahlbare Erfahrung. Daher wollen wir möglichst weit kommen", erklärte Barisic. "Jeder schwere Gegner ist gut für den Entwicklungsprozess." Gerade für eine so junge Mannschaft wie seine. Dazu kommt die wichtige finanzielle Komponente.

Diese spielt für Sturm vorerst eine untergeordnete Rolle. Gewinn dürfen sich die Grazer aus dem Europacup-Sommer bisher aufgrund der weiten, kostspieligen Reisen keinen erwarten. Zudem gilt es, kommenden Donnerstag das Rückspiel gegen Breidablik zu gewinnen. Danach dürfte es noch einmal in den Norden gehen. Hödd hat das Hinspiel gegen Aktobe zu Hause gewonnen. Sturm hätte voraussichtlich auch in der nächsten Runde im Retourspiel Heimvorteil.