Rassismus-Diskussionen nach Bundesliga-Westderby. Die Salzburger Bullen haben am Sonntag das Westderby in Innsbruck gegen den FC Wacker durch das insgesamt zwölfte Liga-Tor von Alan (50./Elfmeter) gewonnen und damit so wie Rapid das Maximum von sechs Punkten aus den zwei ersten Runden der Fußball-Bundesliga geholt. Nach dem knappen 1:0-Sieg des Titelfavoriten schwappten auf dem Rasen und auch noch später im Tivoli-Kabinengang die Emotionen hoch.

Erstellt am 25. Juli 2011 (20:11)

Die Salzburger Bullen haben am Sonntag das Westderby in Innsbruck gegen den FC Wacker durch das insgesamt zwölfte Liga-Tor von Alan (50./Elfmeter) gewonnen und damit so wie Rapid das Maximum von sechs Punkten aus den zwei ersten Runden der Fußball-Bundesliga geholt. Nach dem knappen 1:0-Sieg des Titelfavoriten schwappten auf dem Rasen und auch noch später im Tivoli-Kabinengang die Emotionen hoch.

Die Nerven lagen wegen angeblicher Rassismus-Vorwürfe gegen "Bullen"-Akteure blank, die Trainer, Walter Kogler von den Hausherren und Ricardo Moniz, versuchten zu kalmieren. In den Katakomben flogen während des Abgangs fast die Fäuste: Im Mittelpunkt der Salzburger Attacken stand Tirols Verteidiger Georg Harding. Dieser habe während des Spiels Salzburgs Brasilianer Leonardo als "Neger" bezeichnet.

Salzburgs farbiger Torhüter Eddie Gustafsson sagte im ORF-Interview: "Harding hat zu 'Leo' Neger gesagt. Das hat im Fußball nichts zu suchen. Denn wir sind Vorbilder für die Jugend." Der angesprochene Verteidiger wollte dies jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Es sei alles erstunken und erlogen, beteuerte Harding.

Gustafsson nahm den Vorwurf am Montag wieder zurück. Der Schwede will sich zudem bei Harding entschuldigen. "Sobald sich Edward Gustafsson bei mir entschuldigen wird, ist dieses Thema für mich erledigt. Wie ich auch schon nach dem Spiel gesagt habe, verurteile ich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zutiefst", wird Harding in der Club-Mitteilung zitiert.

Die Bundesliga will der Sache dennoch näher auf den Grund gehen. Man hat Gustafsson in einem Brief zu einer schriftlichen Stellungnahme betreffend der mutmaßlichen rassistischen Äußerungen bis Donnerstagmittag aufgefordert. Die Bundesliga möchte wissen, "ob und welche(r) Spieler von FC Wacker Innsbruck und gegebenenfalls mit welchem Inhalt rassistische Äußerungen gegenüber Ihnen und/oder Ihren Mitspielern getätigt haben".