Sportunion-Präsident McDonald fordert PRAE-Erhöhung. Nach ÖFB-Präsident Windtner will auch Sportunion-Präsident Peter McDonald eine Wertanpassung der Reisekostenaufwandsentschädigung.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:15)
Sportunion-Präsident Peter McDonald meldet sich lautstark zu Wort, willeine Wertanpassung der Pauschalen Reisekostenaufwandsentschädigung (PRAE), um die Sportvereine zu unterstützen.
APA/Fohringer

Seit 2009 dürfen gemeinnützige Vereine ihren Trainern und Spielern Gagen und Aufwände steuer- und abgabenfrei ausbezahlen. 540 Euro monatlich dürfen unter dem Titel „Pauschale Reisekostenaufwandsentschädigung“ ausgeschüttet werden. ÖFB-Präsident Leo Windtner strengte vor zwei Wochen in einem NÖN-Interview eine Wertanpassung dieser Summe an.

Sportunion-Präsident Peter McDonald schlägt jetzt in die selbe Kerbe, würde eine der Inflation abgeleitete Erhöhung ebenfalls begrüßen. „Ja, das ist sinnvoll und dringend nötig“, betont Peter McDonald. Auf knapp 700 Euro würde sich die PRAE nach einer etwaigen Wertanpassung künftig belaufen.

„PRAE“ soll zur „PAE“ werden

Während der Corona-Krise war bei vielen Vereinen der Sportunion die PRAE bereits ein großes Thema. Im März ging es darum, dass der eigentlich auf die Reisekosten abzielende Freibetrag auch gelten sollte, wenn Trainer ihre Dienste via Video-Konferenz anbieten.

Die Sportlerszene erwirkte damals eine bis Jahresende befristete Ausnahme, die das möglich machte. McDonald fordert jetzt, dass diese Ausnahme zur Regel wird. Heißt im Klartext, dass die Pauschale Reisekostenaufwandsentschädigung zu einer Pauschalen Aufwandsentschädigung wird, also von PRAE zu PAE.

Fonds-Verlängerung als wichtiger Impuls

McDonald sieht den Umgang der Regierung mit den Herausforderungen, die der Sport zu stemmen hat, aber nicht ausschließlich kritisch. Die Verlängerung des NPO-Hilfsfonds begrüßt er: „„Ein erster, dringend notwendiger Schritt. Es braucht jedoch weitere Impulse. Wir haben uns und werden uns auch künftig als Sportunion einbringen, damit unsere Vereine diese Krise meistern können.“