Salzburg ist österreichischer Meister. Mit einem 5:0-Heimerfolg über Wiener Neustadt machten Jonatan Soriano und Co. den fünften Titel der Red-Bull-Ära nach 2007, 2009, 2010 und 2012 perfekt.

Erstellt am 23. März 2014 (18:20)

Dank des letztlich in gewohnt dominanter Art errungenen 5:0-Heimerfolgs über Wiener Neustadt sind die "Bullen" seit Sonntag mit 27 Punkten Vorsprung vom ersten Verfolger Grödig nicht mehr einzuholen. Der fünfte Titel der Red-Bull-Ära nach 2007, 2009, 2010 und 2012 ist damit Gewissheit.

Drei Tage nach dem bitteren Aus im Achtelfinale der Europa League gegen den FC Basel bewies Salzburg Moral und machte dank des Triples von Alan (23., 58., 87.) sowie Treffer von Jonatan Soriano (45.+1) und Sadio Mane (70.) den frühesten Titel in der Drei-Punkte-Ära (seit 1995) perfekt. Bisher war Sturm Graz in der Saison 1997/98 in der 29. Runde der "eiligste" Meister gewesen. Neustadt wurde bereits zum vierten Mal in dieser Saison nach zweimal 1:5 und einmal 1:8 vom Meister gedemütigt.

Zwei andere Rekorde könnte Salzburg schon am Mittwoch bei der Wiener Austria knacken: Mit dem 13. Erfolg en suite - bezogen auf eine Saison - würde man die bisherige Bestmarke der Favoritner (1985/86) einstellen. Saisonübergreifend ist Rapid mit 14 (1986/87, 1987/88) die Nummer eins. Und auf den von Grün-Weiß gehaltenen Torrekord aus der Saison 1985/86 von 101 Treffern fehlen den Salzburgern nur noch drei Tore.

Meistertrainer Roger Schmidt schickte vor nur 7.074 Zuschauern in Wals-Siezenheim seine momentane A-Elf aufs Feld, die aber rund 20 Minuten brauchte, um ihren Europa-League-Frust abzuschütteln. Dann "klopfte" Soriano mit der ersten guten Möglichkeit nach kluger Kopf-Vorlage Manes an Torhüter Vollnhofer (22.) an, wenig später war dann sein Sturmkollege Alan mit seinem 22. Saisontreffer zum 1:0 zur Stelle.

Die Gäste, die die jüngsten sechs Duelle mit den "Bullen" allesamt verloren (Torverhältnis 4:30), zeigten insgesamt aber eine kompakte Defensivleistung und bemühten sich auch um Offensivaktionen. Richtig gefährlich vors Tor kam man aber nur in der 28. Minute, als Torhüter Gulacsi nach einem schweren Schnitzer Hintereggers aus wenigen Metern gegen den völlig allein stehenden Rakowitz retten musste (28.).

Auf der Gegenseite verhinderte Vollnhofer mit einer schönen Parade gegen Alan vorerst das 0:2 (31.), Ilsanker und Mane köpfelten in der Folge übers Tor (31., 42.). Soriano machte schließlich in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach Assist von Alan den Pausenstand von 2:0 sowie sein 26. Saisontor und seinen 16. Treffer gegen Wiener Neustadt perfekt.

Soriano eröffnete die aus Salzburger Sicht wesentlich stärkere zweite Hälfte mit einer tollen Chance, scheiterte noch an Vollnhofer (52.). Kurz darauf war der SCWN-Schlussmann gegen Alan aber chancenlos (58.). Während die Pfeifenberger-Elf abgesehen von einem letztlich harmlosen Fröschl-Konter (76.) und einer guten Maderner-Chance (82.) kaum mehr offensiv auffällig wurde, ließ Salzburg nicht locker und zog noch einmal das Tempo an.

Soriano (63., 64.) scheiterte zwar, Mane ließ es nach schöner Vorlage Kleins dann aber doch zum vierten Mal klingeln (70.). Die Gäste mussten schließlich froh sein, nicht noch höher verloren zu haben, das fünfte Gegentor durch Alan im Finish blieb ihnen aber nicht erspart.