Salzburg setzt Rekordjagd gegen Admira fort. Nach dem erfolgreichen Auftritt im Europa-League-Play-off setzt Red Bull Salzburg am Sonntag die Rekordjagd in der Bundesliga fort.

Erstellt am 24. August 2013 (10:41)
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Die "Bullen" sind saisonübergreifend seit 24 Meisterschaftspartien ungeschlagen und könnten der von der Austria in den Spielzeiten 1984/85 und 1985/86 aufgestellten Bundesliga-Bestmarke von 26 Partien ohne Niederlage im Heimmatch gegen die Admira wieder näherkommen.

Angesichts der aktuellen Hochphase des Tabellenführers spricht wenig gegen eine Verlängerung des Erfolgslaufs. "Jetzt wollen wir nachlegen. Wir werden die Admira aber sicher nicht unterschätzen, sondern haben absoluten Respekt", betonte Trainer Roger Schmidt.

Der Deutsche saß am vergangenen Sonntag in der Südstädter BSFZ-Arena, als die Niederösterreicher Rapid mit 2:0 nach Hause schickten. "Die Admira hat sich wieder stabilisiert und in der Offensive sehr schnelle Spieler. Deshalb müssen wir defensiv gut stehen", forderte Schmidt.

In diesem Zusammenhang sind vor allem die Qualitäten von Martin Hinteregger gefragt, der in den vergangenen Wochen mit beständigen Leistungen Eigenwerbung betrieb. "Er bringt das Potenzial für einen Nationalteamspieler mit. Wenn er so weitermacht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er dort zum Thema wird", sagte Schmidt über den U21-Internationalen, der seit Monaten regelmäßig auf der Abrufliste von Marcel Koller steht.

Beim 5:0 gegen Schalgiris Vilnius besiegelte der 20-jährige Eigenbauspieler mit einem Kopfballtreffer den Kantersieg, der Schmidt mit Stolz erfüllte. "Das war ein extrem wichtiges Spiel für den Verein. Die Mannschaft hat sich für die Art und Weise, wie sie Fußball spielt, belohnt. Sie hat gezeigt, wie stabil sie derzeit ist."

Die bevorstehende Doppelbelastung bis Dezember bereitet dem Coach kein Kopfzerbrechen. "Die Spieler haben eine extrem gute Mentalität. Deshalb mache ich mir wegen der englischen Wochen keine Sorgen, denn die wollten wir ja."

Trotzdem rechnet sich Admira-Coach Oliver Lederer gegen den Titelfavoriten gerade wegen dessen Europacup-Einsatzes einiges aus. "Es sind im Fußball schon ganz andere Wunder passiert. Warum sollten wir nicht etwas aus Salzburg mitnehmen?"

Der Europa-League-Erfolg der "Bullen" könnte für die Admira angenehme Nebenwirkungen haben, vermutete Lederer. "Nachteil ist es für uns sicher keiner, dass die Salzburger dieses Spiel hatten. Andererseits haben sie auch einen großen Kader, um die Doppelbelastung kompensieren zu können", erklärte der Wiener.