SC Wr. Neustadt mit "heißer" Aufgabe. Wiener Neustadts erste Bundesliga-Auswärtspartie in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison (der SCWN muss zu Rekordmeister Rapid) wird zu einem wirklich "heißen" Tanz.

Erstellt am 26. Juli 2013 (14:13)
NOEN, Collage Bruckmüller
Bei Anpfiff der Partie am Samstag um 16.30 Uhr werden im Hanappi-Stadion Temperaturen von weit über 30 Grad erwartet. Dessen ungeachtet hat Rapid-Coach Zoran Barisic drei Punkte im Visier, die Strapazen durch die Hitze lässt er schon vorab nicht als Entschuldigung gelten.

"Wir werden das Wetter sicher nicht als Ausrede hernehmen", versprach der Wiener. "Wir wollen Tempo-Fußball spielen - ob es dabei 10 oder 50 Grad hat, ist mir wurscht."

Seine Spieler seien Vollprofis und könnten daher mit dieser Extrem-Situation umgehen. Barisic selbst jedoch ist froh, bei derartigen Bedingungen nicht mehr kicken zu müssen. "Ich bin als Spieler mit der Hitze überhaupt nicht zurechtgekommen und habe bei solchen Temperaturen immer mehrere Garnituren verbraucht", verriet der Wiener und ergänzte: "Ich gehe aber davon aus, dass mich meine Mannschaft gegen Wiener Neustadt nicht ins Schwitzen bringen will."

Barisic: "Werden Wr. Neustädter nicht unterschätzen"

Trotz der 1:5-Heimniederlage der Pfeifenberger-Mannen vor einer Woche gegen Salzburg hat Barisic Respekt vor dem Gegner. "Wir werden die Wiener Neustädter sicher nicht unterschätzen. Sie haben zwar eine Klatsche bekommen, aber sie werden aus ihren Fehlern sicher gelernt haben und gegen uns anders auftreten. Doch wir versuchen, unser Spiel durchzuziehen und den Fans ein gutes Match mit einem Sieg zu liefern."

Bis Freitagmittag waren 12.800 Tickets abgesetzt. Außerdem verkaufte Rapid bisher schon 10.450 Saison-Abos, womit nur noch 150 Jahreskarten zu haben sind. Im Moment herrscht also eine Art Aufbruchsstimmung, die Sportdirektor Helmut Schulte nicht nur bei den Fans, sondern auch bei der Mannschaft feststellte.

Pfeifenberger sieht Außenseiter-Rolle als Vorteil

Doch auch die Niederösterreicher wollen mit viel Leidenschaft zu Werke gehen. "Im Hanappi-Stadion ist Rapid immer eine Macht. Wir müssen eine super Leistung bringen, um dort etwas zu holen, aber dazu sind wir imstande", erklärte Coach Heimo Pfeifenberger.

Dass es gleich nach dem Debakel gegen Salzburg wieder gegen einen großen Club geht, sieht der Ex-Teamspieler nicht als Nachteil. "Das ist gut, weil man gleich alles abrufen muss und auch unbeschwert spielen kann, weil niemand etwas von uns erwartet."

In punkto Statistik scheint die Aufgabe für die Wiener Neustädter gar nicht so schwierig zu sein: Die Niederösterreicher brachten es in diesem Kalenderjahr immerhin schon auf fünf Liga-Siege und damit auf einen mehr als Rapid.