Schild-Triumph auch im Lienz-Slalom. Marlies Schild nimmt ihren Beinamen Unschlagbar mit in das neue Jahr. Die Salzburgerin gewann am Donnerstag mit dem Slalom in Lienz auch das vierte Rennen des Winters in dieser Disziplin und hält bei nun 31. Slalom-Erfolgen sowie 33 Weltcup-Siegen.

Erstellt am 29. Dezember 2011 (15:20)

Die 30-Jährige setzte sich vor der Slowenin Tina Maze (+0,79 Sekunden zurück) und US-Sensationsläuferin Mikaela Shiffrin (1,30) durch.

Dort, wo sie vor zwei Jahren in ihrem erst vierten Rennen nach dem Trümmerbruch im linken Unterschenkel den Comeback-Sieg gefeiert hatte, zauberte Schild erneut eine Paradevorstellung in den Schnee. Nach dem ersten Durchgang hatte sie trotz zwei kleinen "Hacklern" im unteren Teil 0,54 Sekunden Vorsprung auf Maze, im Finale vergrößerte die Pinzgauerin den Abstand mit drittbester Laufzeit nochmals. In der Slalom-Siegstatistik liegt Schild nur noch drei erste Plätze hinter der Schweizerin Vreni Schneider, mit dem 77. Torlauf-Erfolg für den ÖSV führen Österreichs Damen nun sogar vor der Schweiz (76).

Weltmeisterin Schild liegt nun der ewigen Bestenliste der alpinen Ski-Damen mit den meisten Erfolgen gleichauf mit der Liechtensteinerin Hanni Wenzel auf Platz sieben. Mit dem Maximum von 400 Punkten im Slalom geht sie in den Jahreswechsel, der "ganz ruhig, gemütlich und regenerativ verlaufen" wird. Im Gesamtweltcup hält die US-Amerikanerin Lindsey Vonn bei 612 Zählern (Donnerstag Slalom-18.), dahinter folgen Schild (440) und Fenninger (368).

Die 16-jährige Shiffrin, die in Aspen mit Startnummer 37 auf Platz acht gefahren war, katapultierte sich in Lienz mit Nummer 40 von Platz 12 mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang auf das Podest. Zweitbeste Österreicherin wurde Zettel als Fünfte. Ihre persönliche Erfolgsserie fortgesetzt hat Michaela Kirchgasser, die nach den Rängen 4, 6 und 9 den 10. Platz erreichte. Andersrum lief es bei Nicole Hosp, die nach harten Wochen erleichtert über Halbzeitrang zehn war, dann aber auf 26. abrutschte und die Trendwende verpasste. Bernadette Schild kam auf Platz 21, Jessica Depauli wurde 28.