Schrott sprintete bei WM ins Hürden-Halbfinale. Wie groß die Nervosität auch war, sie wollte sich von ihr keinen Strich durch die Rechnung machen lassen. Beate Schrott hielt dem Druck stand und bescherte dem Österreichischen Verband mit dem Erreichen des Halbfinales über 100 m Hürden einen kleinen Erfolg bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu. Die 23-Jährige ist am Samstag im dritten Halbfinale um 12.31 Uhr (MESZ) an der Reihe.

Erstellt am 02. September 2011 (15:42)

Wie groß die Nervosität auch war, sie wollte sich von ihr keinen Strich durch die Rechnung machen lassen. Beate Schrott hielt dem Druck stand und bescherte dem Österreichischen Verband mit dem Erreichen des Halbfinales über 100 m Hürden einen kleinen Erfolg bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu. Die 23-Jährige ist am Samstag im dritten Halbfinale um 12.31 Uhr (MESZ) an der Reihe.

"Nun kann ich gelöster in den nächsten Lauf gehen. Ich möchte eine Zeit von 13,0 laufen", hat sich Schrott für Samstag vorgenommen. Sie war auf Bahn sieben gelost worden und hatte eine Läuferin mit schlechterer Saisonbestleistung neben sich. "Ich wäre gerne neben den ganz Schnellen gewesen, um gleich Kontakt zu haben und dranzubleiben. Das wünsche ich mir für das Halbfinale, dann kann ich mich richtig an die Fersen picken", sagte die St. Pöltenerin nach dem Vorlauf. Dieser Wunsch dürfte in Erfüllung gegangen sein, läuft die Niederösterreicherin doch auf Bahn zwei direkt neben ihrer US-amerikanischen Trainingspartnerin Danielle Carruthers, die in 12,52 Dritte der Jahresweltbestenliste ist. Die Top-Zwei sowie die weiteren zwei Zeitschnellsten steigen ins Achter-Finale auf.

Schrott war mit ihrer Zeit von 13,25 nicht zufrieden. Als Vierte ihres Vorlaufes war sie direkt aufgestiegen, es hätte aber gerade auch noch über die Zeitregel gereicht. Auf den ersten drei Hürden lief es für Schrott nicht, wie es sein sollte. "Da war ich einfach nicht aggressiv genug. Das spielte die Nervösität eine Rolle", merkte sie an.

Die 23-Jährige ist die einzige des ÖLV-Quartetts, die in Daegu eine Runde weitergekommen ist. Gerhard Mayer verpasste im Diskuswurf um 91 Zentimeter den Finaleinzug, Andreas Vojta schrammte um 26/100 Sekunden am Halbfinale über 1.500 Metern vorbei. Speerwerferin Elisabeth Eberl fehlten 3,17 Meter im Speerwurf, mit 56,48 Metern hatte sie aber die drittgrößte Weite ihrer Karriere erzielt.