Schwaigers in Berlin im Viertelfinale out. Eine Woche nach dem Klagenfurter EM-Gold haben Doris und Stefanie Schwaiger am Samstag mit Rang fünf beim Berliner Grand-Slam-Turnier das nächste Topergebnis eingefahren.

Erstellt am 10. August 2013 (19:49)

Die Schwestern unterlagen erst im Viertelfinale den Brasilianerinnen Talita/Lima 0:2 (-17,-20). Nun gibt es eine verdiente, rund zehntägige Wettkampfpause.

Gegen die Weltranglisten-Ersten aus Südamerika zogen die Schwaigers zum heuer dritten Mal nach dem Shanghai-Finale und dem Den-Haag-Achtelfinale den Kürzeren. Heftiger Regen sorgte in Satz eins für schwierige Bedingungen. "Auch wenn es nicht unser bestes Match war, haben wir das Optimum herausgeholt", resümierte Stefanie Schwaiger. Ihre Schwester weiß, dass auch Talita/Lima zu knacken sind. "Wenn wir uns auf unser Spiel konzentrieren, können wir sie schlagen."

Jetlag nach EM-Woche

Doch nach den Turbulenzen der so erfolgreichen EM-Woche fehlte letztlich die letzte Konzentration und vielleicht auch Konsequenz, um zum heuer zweiten Mal nach Shanghai Anfang Mai in eine Grand-Slam-Semifinale einzuziehen. "Nach der Klagenfurt-Woche fühlen wir uns wie nach einem Jetlag. Wir sind ausgelaugt und müde", hieß es aus der "Ecke" von Österreichs Nummer-1-Paar.

Zuvor hatten die Waldviertlerinnen noch die Kraft gehabt, das ÖVV-Duell mit Hansel/Schützenhöfer klar zu dominieren. Beim Zwischenstand von 21:15,18:11 für die Schwaigers musste Schützenhöfer aufgeben. Sie habe bereits seit längerem Probleme mit dem rechten Knie, berichtete Hansel. Gegen die Schwaigers sei es schlimmer geworden, und man habe vorsichtshalber das Handtuch geworfen. "Wir wollten nichts riskieren. Kathi spielt ja nächste Woche bei der U22-EM", meinte Hansel.

Zufriedenheit überwiegt

Die Salzburgerin zeigte sich trotz der Aufgabe mit dem Erreichten bzw. dem geteilten neunten Rang zufrieden, zumal sie dank der zuletzt guten Ergebnisse beim nächsten Grand Slam Ende des Monats in Moskau erstmals fix im Hauptfeld stehen. Auch für die Schwaiger-Schwestern geht es dort weiter.

Bis auf den Grand Slam Ende Mai in Corrientes/Argentinien hatten die Schwaigers heuer nur Top-10-Platzierungen. Diese Konstanz wird nun mit dem Vorstoß auf Rang drei der Weltrangliste belohnt. "Das zeigt, dass wir in dieser Saison wirklich konstant stark unterwegs sind", erklärte Doris Schwaiger.