Schwaigers trotz Auftakt-Niederlage noch auf Kurs. Die zum Auftakt sieglosen heimischen Hoffnungsträgerinnen Doris und Stefanie Schwaiger haben sich am Mittwoch in Klagenfurt wieder ins Rennen um den direkten Aufstieg ins Beach-Volleyball-EM-Achtelfinale gebracht.

Erstellt am 31. Juli 2013 (17:42)

Die als Nummer drei gesetzten WM-Viertelfinalistinnen gaben sich gegen die Schweizerinnen Romana Kayser/Nicole Eiholzer beim 2:0 (19,16) keine Blöße.

Die Schwestern aus dem Bezirk Zwettl spielen nun am Donnerstag gegen die noch ungeschlagenen Isabelle Forrer/Anouk Verge-Depre (SUI-14) um den Gruppensieg. Die Schwaigers zeigten sich gegen die lediglich auf Position 30 gereihten Kayser/Eiholzer zwar verbessert, aber noch lange nicht in perfekter Verfassung. "Die Erleichterung ist natürlich groß. Das war eine deutliche Steigerung, aber es geht noch mehr. Ich hoffe, das gelingt uns morgen", betonte Doris Schwaiger.

Trainer Dirk Severloh sah ebenfalls noch Verbesserungsbedarf. "Man muss nicht schön spielen, man muss siegen. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, geht das eben nicht so leicht", sagte der Deutsche, dessen Schützlinge bei einer Niederlage vorzeitig ausgeschieden wären. Gegen Forrer/Verge-Depre rechnet er sich angesichts zweier Saisonsiege in ebenso vielen Duellen einen weiteren Erfolg aus. Sollte das abschließende Gruppenspiel verloren gehen, müssen die Schwestern in die Zwischenrunde.

In der "Österreicher-Gruppe" B setzte es für die heimischen Teams gegen Niederländerinnen Zweisatzniederlagen. Ex-Vize-Europameisterin Barbara Hansel und Katharina Schützenhöfer unterlagen Jolien Sinnema/Michelle Stiekema 0:2 (-20,-19). Danach verloren die am Vortag im ÖVV-Duell siegreichen Magdalena Jirak/Lena Plesiutschnig gegen die als Nummer zwei gesetzten Madelein Meppelink/Sophie van Gestel glatt 0:2 (-15,-14). Beide Teams können noch in die K.o.-Phase kommen, für Jirak/Plesuitschnig ist sogar noch der Gruppensieg möglich.

Die WM-Achtelfinalistinnen Hansel/Schützenhöfer präsentierten sich neuerlich nicht von ihrer besten Seite, im ersten Durchgang vergaben sie zwei Satzbälle. "Das war zwar schon besser als gestern, aber der letzte Kick hat wieder gefehlt", meinte Hansel. Nun stehe man noch mehr unter Druck, der Sieg gegen die Gruppenfavoritinnen Meppelink/Van Gestel sei aber möglich, bekräftigte die Salzburgerin. "Jetzt heißt es eben hopp oder drop."

Das Wildcard-Duo Jirak/Plesiutschnig hielt gegen die Grand-Slam-Siegerinnen von Corrientes phasenweise gut mit, einer Überraschung wie am Vortag kamen sie aber nicht nahe. "Sie haben uns vor allem mit dem Service unter Druck gesetzt, aber im Grunde bin ich nicht unzufrieden", meinte Jirak nach dem zweiten Auftritt am Centre Court.

Valerie Teufl und Elisabeth Klopf verloren zum Abschluss des Turniertages auch ihr zweites Match. Den Nachrückerinnen ins EM-Feld gelang auch beim 0:2 (-13,-17) gegen Jantine van der Vlist/Marloes Wesselink (NED-12) kein Satzgewinn. Trotzdem haben sie am Donnerstag im Duell mit den ebenfalls noch sieglosen Tschechinnen Martina Bonnerova/Barbora Hermannova noch die Chance auf den Einzug in die Zwischenrunde.