Felix Auböck macht mit Rekord wieder Lust auf Tokio. Mit Weltjahresbestzeit über 400 Meter Freistil setzt der Bad Vöslauer Felix Auböck ein starkes Signal Richtung Olympia.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 29. Juli 2020 (02:08)
Durchatmen nach dem 400-Meter-Freistil-Erfolg in Budapest: Olympia-Starter Felix Auböck.
AFP/Attila Kisbenedek

Endlich wieder im Einsatz! Österreichs Schwimm-Team hat beim ersten internationalen Auftritt nach der Corona-Pause den Vierländerkampf in Budapest deutlich hinter Ungarn und Polen auf dem dritten Rang abgeschlossen. Valentin Bayer (SU Mödling) in persönlicher Bestzeit von 27,77 Sekunden und der Schwechater Schwimmer Christopher Rothbauer (27,90) sorgten am Sonntag über 50 m Brust für einen NÖ-Doppelsieg.

Den besten Eindruck hinterließ jedoch der Bad Vöslauer Felix Auböck. Der 23-Jährige, der seit dem Frühjahr in der Südstadt trainiert, stellte einen neuen Austrorekord über 200 Meter Freistil auf, markierte mit 3:45,00 Minuten über die 400 Meter Kraul sogar die weltbeste Zeit des Jahres. Das macht neue Lust auf Olympia.

Die 1.500 Meter kraulte Auböck in 15:07,22 Minuten. So schnell war der Niederösterreicher seit drei Jahren nicht mehr im Becken unterwegs. „Das war sehr wichtig für‘s Selbstvertrauen“, betont Auböck. „Ich weiß nun wieder, dass ich schnelle Zeiten schwimmen kann und dass ich international konkurrenzfähig bin.“

Im Hinterkopf hat der 1,98-Meter-Mann die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio. „Dort könnten diese Zeiten für ein Finale reichen.“ Am nächsten Wochenende könnte sich Auböck bei der Staatsmeisterschaft in Graz zwei weitere Tokio-Tickets neben der schon erbrachten Norm über 800 m Kraul sichern.

Eine berechtigte Olympia-Hoffnung hat auch Valentin Bayer über 100 m Brust, am Freitag hatte er über diese Distanz mit OSV-Rekord gewonnen. Olympia-Limits sind kommende Woche noch in Rom und den Niederlanden zu holen. Mit Auböck, Rothbauer und Marlene Kahler sind drei NÖ-Schwimmer bereits fix für die Spiele qualifiziert.