Sieg für Höfl-Riesch - Abfahrtskugel an Vonn. Ein falscher Ski hat die Freude von Lindsey Vonn über den fünften Gewinn der Abfahrtskristallkugel in Folge etwas getrübt. Auf der Olympiastrecke von 2014 reichte es für die US-Amerikanerin am Samstag nur zu Platz drei. Der Sieg ging an die Deutsche Maria Höfl-Riesch, Weltmeisterin Elisabeth Görgl wurde mit 0,43 Sekunden Rückstand Zweite.

Erstellt am 18. Februar 2012 (14:31)

Ein falscher Ski hat die Freude von Lindsey Vonn über den fünften Gewinn der Abfahrtskristallkugel in Folge etwas getrübt. Auf der Olympiastrecke von 2014 reichte es für die US-Amerikanerin am Samstag nur zu Platz drei. Der Sieg ging an die Deutsche Maria Höfl-Riesch, Weltmeisterin Elisabeth Görgl wurde mit 0,43 Sekunden Rückstand Zweite.

Vonn hatte die Trainingsläufe dominiert, im Rennen jedoch nicht zu jenem Ski gegriffen, der sich in dieser Saison bei jedem Sieg bewährt hat. "Das war nicht glücklich. Im Ziel wusste ich schon, dass es nicht genug sein wird. Maria hatte einen super Lauf, zwischen 'Lizzi' und mir wurde es dann knapp", sagte Vonn, die im Hinblick auf die Winterspeile in zwei Jahren aber meinte: "Für meinen Kopf ist das auch gut, dann habe ich bei Olympia ein bisschen weniger Druck und mehr Motivation."

Die erste Kristallkugel hat Vonn aber ins Trockene gebracht, es könnten noch jene in der Super-Kombination (Sonntag), im Super-G und im Gesamtweltcup folgen. "Die Abfahrt ist meine Lieblingsdisziplin, es ist immer das Ziel, die Kugel zu gewinnen."

Höfl-Riesch wurde vom Sieg überrascht. "Es ist sehr unerwartet für mich, weil ich im Training nicht das optimale Gefühl gefunden habe. Lindsey war extrem dominant. Man kann sie nicht kopieren, aber man kann versuchen, sich von den Besten was abzuschauen. Ich habe versucht, alles zu geben und unverhofft gewonnen. Das ist ein Wahnsinnsgefühl."

Eine starke Speed-Saison liefert nach wie vor Görgl, auf Österreichs derzeit einzige für einen Spitzenplatz infrage kommende Abfahrerin war auch im Kaukasus Verlass. "Ich habe total gekämpft, es war sehr unruhig. Speziell die Querfahrt, da war ein großes Loch, das habe ich gesehen und bin einfach drübergezogen", erzählte Görgl. Es sei eine sehr gute Fahrt gewesen, auch wenn sie nicht jedes Tor perfekt erwischt habe.

Erfreulich war die Leistung von Nicole Schmidhofer, der erstmals nach ihrer Verletzungspause eine gute Abfahrt gelang, Platz 13 war zudem das beste Abfahrtsergebnis in der Karriere der 22-jährigen Steirerin. 15. wurde Anna Fenninger, die bei ihrer Fahrt Pech mit durchziehendem Nebel hatte. Schließlich musste das Rennen nach 51 Läuferinnen abgebrochen werden, es wird aber laut Reglement gewertet.

Unterdessen steht auch der Ersatzort für den Riesentorlauf für das in Courchevel (Frankreich) angesetzte Rennen fest, das anschließend auch am Ersatz-Austragungsort Soldeu (Andorra) nicht in Szene gehen konnte. In Ofterschwang soll nun am Freitag, 2. März (10.15/13.15 Uhr), ein zusätzlicher Riesenslalom ausgetragen werden.