Nach Mini-Schock neue Zuversicht bei Marlene Pribitzer . Luftgewehrschützin Marlene Pribitzer aus Matzen sieht die Verschiebung der olympischen Sommerspiele auch als Chance.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. April 2020 (06:30)
Marlene Pribitzer
ÖSB, Melmer

Nach ihrem EM-Start im polnischen Breslau und starken Auftritten bei internationalen und nationalen Meisterschaften träumte die Matzner Luftgewehrschützin Marlene Pribitzer schon noch ein bisschen von den olympischen Sommerspielen in Tokio, auch wenn der Weg dorthin noch ein steiniger gewesen wäre. Die Verschiebung auf 2021 traf sie deshalb nicht wirklich hart:

„Mir persönlich geht es mit dieser Absage eigentlich recht gut. Im ersten Moment konnte ich es natürlich nicht ganz glauben. Es war ein kurzer Mini-Schock, der allerdings nur kurz angedauert hat und sich kurz darauf eher in Erleichterung umgewandelt hat“, beschreibt die 23-Jährige ihre Gefühlswelt.

Sperre der Schießstände als großes Problem

Neben der Tatsache, dass Pribitzer ohnehin nur sehr eingeschränkt trainieren kann (Anm.: scharfes Schießtraining ist derzeit gar nicht möglich), wäre die Vorbereitung - auch die Qualifikationswettkämpfe davor - nicht optimal gewesen. „Aber all das ist eher in den Hintergrund gerückt, denn die Gesundheit hat zurzeit die höchste Priorität“, weiß sie.

Als positiv denkender Mensch sieht die Matznerin diese Krise auch als Chance: „Ich sehe diese Verschiebung für mich persönlich als Riesenchance, denn ich habe noch ein bisschen Zeit bekommen, mich in bestimmten Bereichen weiterzuentwickeln.“ Anders formuliert: Zeigt die Entwicklungskurve nach oben, hat Pribitzer 2021 größere Chance sich ihren sportlichen Lebenstraum von den Olympischen Spielen zu erfüllen.