Spanien im Davis Cup mit Ferrer gegen Österreich. Spanien tritt im Viertelfinale des Tennis-Davis-Cups vom 6. bis 8. April daheim auf Sand in Oropesa del Mar gegen Österreich ohne Rafael Nadal, aber mit David Ferrer an. Team-Kapitän Alex Corretja nominierte den Weltranglisten-Fünften wie auch Nicolas Almagro (ATP-11.), Marcel Granollers (24.) und Doppelspezialist Marc Lopez in sein Team. Ferrer und Almagro werden wohl die Einzel bestreiten.

Erstellt am 27. März 2012 (15:02)

Spanien tritt im Viertelfinale des Tennis-Davis-Cups vom 6. bis 8. April daheim auf Sand in Oropesa del Mar gegen Österreich ohne Rafael Nadal, aber mit David Ferrer an. Team-Kapitän Alex Corretja nominierte den Weltranglisten-Fünften wie auch Nicolas Almagro (ATP-11.), Marcel Granollers (24.) und Doppelspezialist Marc Lopez in sein Team. Ferrer und Almagro werden wohl die Einzel bestreiten.

Ferrer hatte im Dezember angekündigt, heuer nicht im Davis Cup zu spielen. Der noch bis nächsten Montag 29-Jährige hatte beim 5:0-Erstrundenerfolg der Iberer im Februar in Oviedo gegen Kasachstan gefehlt. Genauso sah die Lage bei Rafael Nadal aus, über ein Antreten des Weltranglisten-Zweiten war auch spekuliert worden. Der 25-Jährige entschied sich aber nun für das Oster-Wochenende dagegen.

Das rot-weiß-rote Team reist mit sechs Spielern nach Oropesa del Mar. ÖTV-Kapitän Clemens Trimmel hat am Dienstag mit Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya das Team vom 3:2-Sieg gegen Russland nominiert, zudem fahren - vorerst als Sparringpartner - die Vorarlberger Martin Fischer und Julian Knowle mit.

Trimmel zeigte sich von der Zusammensetzung des Aufgebots seines Amtskollegen Corretja wenig überrascht. "Wir sind trotzdem Außenseiter", meinte der 33-Jährige. Angesichts des Rekords von 22 gewonnenen Heimspielen en suite gibt es kaum eine Aufstellungsvariante, mit der die Iberer zu Ostern die Favoritenrolle abgeben würden. Nadal habe laut Sport-Tageszeitung "Marca" wegen einer Sehnenentzündung im Knie abgesagt.

Vor seinem zweiten Länderkampf als ÖTV-Coach schloss es Trimmel aber nicht aus, dass Nadal doch noch vor seinen Fans auf dem Sandplatz auflaufen wird. "Das werden wir nächste Woche Donnerstag erfahren", meinte der Ex-Davis-Cup-Spieler hinsichtlich der für Gründonnerstag angesetzten Auslosung. Erst da müssen die endgültigen Teams stehen. "Ich könnte mir vorstellen, dass es sich Nadal noch selber offen lässt."

Dass ein österreichischer Sieg in Spanien eine Sensation wäre, ist Trimmel bewusst. "Deshalb wird jeder einzelne Punkt, den wir dort vielleicht holen werden, ein Riesenerfolg fürs österreichische Tennis sein." Daher wird auch das Maximum aus den Möglichkeiten ausgeschöpft. "Ich will so oft wie möglich den gesamten Kader bei einem Davis-Cup-Match mit dabei haben", begründete Trimmel die Nominierung von Fischer und Knowle.

Die Knöchelblessur von Haider-Maurer und die am Rücken von Marach sind zwar ausgeheilt, Trimmel hat aber gerne mehr Optionen. Das frühe Out von Melzer und Marach/Peya beim Masters-1000-Event in Miami sieht Trimmel nicht unbedingt negativ. "Das gibt uns jetzt noch mehr Zeit für die Vorbereitung." Das Team wird am Freitag in der Südstadt trainieren, am Sonntag anreisen und sich da auch schon in Oropesa del Mar einschlagen.