Spanierin Ruiz Castillo gewann Meribel-Abfahrt. Carolina Ruiz Castillo hat am Samstag sensationell die Weltcup-Abfahrt in Meribel für sich entschieden und damit den ersten spanischen Speed-Triumph überhauptgefeiert. Die Deutsche Maria Höfl-Riesch (+0,20 Sek.) wurde Zweite, dahinter folgten in Hundertstelabständen die Französin Marie Marchand-Arvier (+0,21), die Slowenin Tina Maze (+0,28) und die beste ÖSV-Vertreterin Regina Sterz (+0,35).

Erstellt am 23. Februar 2013 (14:14)

Zehn Rennen vor Schluss hat Maze 858 Punkte Vorsprung auf Höfl-Riesch, sie könnte damit bereits am Sonntag in der Super-Kombination den Gesamtsieg vorzeitig fixieren. Im Abfahrts-Weltcup hat Maze als Zweite noch 101 Punkte Rückstand auf die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die wegen einer in Schladming erlittenen Knieverletzung die Saison aber bereits beenden musste.

Ruiz Castillo vermasselte nicht nur Höfl-Riesch den ersten Abfahrtssieg des Winters, sondern auch Maze den 18. Podestplatz der Saison, womit sie mit den Rekordhalterinnen Hanni Wenzel (Liechtenstein) und Pernilla Wiberg (Schweden) gleichziehen würde. "Es ist ein so toller Kurs, ich habe mich vom ersten Training an wohlgefühlt. Ich habe so lange darauf hingearbeitet und heute hat alles zusammengepasst. Ich bin einfach nur glücklich", sagte Ruiz Castillo. Die 31-Jährige hat als beste Leistungen in der Abfahrt bisher zwei siebente Plätze von 2007 und 2009 zu Buche stehen hatte. Im Riesentorlauf war sie im März 2000 einmal Zweite - es war ihr einziger Podestplatz überhaupt.

Freudig strahlte auch die Tirolerin Sterz im Zielraum, hatte sie es doch geschafft, ihre Trainingsleistungen mit Bestzeit am Freitag im Rennen umzusetzen. "Ich war schon in Cortina Fünfte und freue mich, dass ich es noch einmal zeigen konnte. Für ganz oben brauchte es einen perfekten Lauf, es hat nicht all zu viel gefehlt, leider habe ich im oberen Teil Zeit verloren", sagte die 27-Jährige.

Elisabeth Görgl verbuchte mit Platz neun ihr bestes Abfahrtsergebnis der Saison, sie hatte einen weicheren Schuh mit entschärfter Einstellung verwendet und damit einen guten Griff gemacht. Mit Stefanie Moser auf Rang 17, Anna Fenninger auf 19, Andrea Fischbacher auf 20 und Nicole Schmidhofer auf 22 landeten vier weiter ÖSV-Läuferinnen in den Punkterängen. Fenninger war durch eine Erkrankung gehandicapt, die Salzburgerin hütete am Freitag mit einer Blasenentzündung das Bett. Sie packte gleich nach der Abfahrt ihre Tasche und reiste nach Hause, wird auf die Super-Kombi am Sonntag verzichten.

Mit großen Zielen wird Maze an den Start gehen, die große Kugel könnte ihr nach der Super-Kombi bereits fix gehören. "Mein Fokus liegt auf dem Rennen, dann kommt eh alles von selbst", sagte die Gewinnerin von drei WM-Medaillen in Schladming. Dem knapp verpassten Podest in der Abfahrt trauerte sie nicht lange nach. "Es war ein enges Rennen und ich war oben nicht so schnell. Der vierte Platz ist auch gut. Für mich ist wichtig, dass ich so konstant bin."