Bewegung der Jugend: Trendsportarten im Fokus

Sportlandesrat Jochen Danninger initiierte, dass österreichweit künftig Trendsportarten vermehrt unterstützt werden sollen. Auch einen Apell an die Betreiber von Sportanlagen richtet Danninger: Diese sollen für die Vereine nach Möglichkeit offen bleiben.

Erstellt am 08. Oktober 2021 | 13:45
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Foto: Land Vorarlberg

In Bregenz endete am Freitag die Konferenz der Landessportreferenten. Repräsentanten aus ganz Österreich nahmen sich die aktuellen sportpolitischen Agenden zur Brust.  Als übergeordnetes Thema wurden Möglichkeiten diskutiert, um vor allem Kinder und Jugendliche wieder vermehrt zur regelmäßigen Bewegung zu animieren. 

„Die Corona-Pandemie hat sich negativ auf das Bewegungsausmaß unserer Kinder und Jugendlichen ausgewirkt. Um hier wirksam entgegenzusteuern und damit die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft in Grenzen zu halten sind neue innovative Wege gefragt", umreißt NÖ-Sportlandesrat Jochen Danninger. 

Das Sportland NÖ will deshalb im Rahmen der Sportstrategie 2025 verstärkt auf die Förderung von aufstrebenden Trendsportarten setzen. "Wir sehen da auch die Digitalisierung als große Chance, um den nachwuchs abzuholen und  nachhaltig zum Sport zu bewegen“, so der Landesrat weiter. 

Rund um diesen niederösterreichischen Weg formulierte Danninger einen Antrag,  neue Trendsportarten zur Bewegung von Kindern und Jugendlichen ebenfalls zu unterstützen. Diesem Vorstoß begrüßte die Sportreferentenkonferenz und stimmte den Antrag einstimmig zu.

Tägliche Sport- und Bewegungseinheit – Gemeinsamer Kraftakt notwendig

Ein Punkt der auch in diesem Jahr wieder auf der Tagesordnung stand, war die Umsetzung der täglichen Bewegungs- und Sporteinheit an Österreichs Schulen. „Obwohl ich erst seit 2020 im Amt bin, beschäftigt mich dieses Thema – auch als Vater zweier schulpflichtiger Töchter – schon länger persönlich. Um hier das notwendige länderübergreifend durchführbare Konzept auf die Beine zu stellen, braucht es einen gemeinsamen Konsens. Dabei ist Teamwork gefragt. Wichtig ist, dass Sport, Bildung und Gesundheit an einem Strang ziehen. Nur so bringen wir die tägliche Bewegung endlich in unsere Kindergärten und Schulen“, so Danninger, der noch einmal die Relevanz des Sports als Querschnittsmaterie betont, der sich positiv auf unterschiedlichste gesellschaftliche Bereiche auswirkt.

Appell an DirektorInnen und BürgermeisterInnen, Sportanlagen für Vereine zu öffnen

Der gemeinsame Schulterschluss für tägliche Bewegung in Kindergärten und Schulen wird auch bei der Problemstellung von Sportstättenengpässen für Sportvereine angestrebt so Danninger: „Es wäre mir ein großes Anliegen, dass Schulen und Gemeinden Ihre Sportstätten – natürlich unter Einhaltung von gewissen Spielregeln - für die Nachwuchssportler unserer Vereine zur Verfügung stellen und damit auch den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihren Sport regelmäßig auszuüben.“ Es ist bekannt, dass notwendige Sanierungen und Grundreinigungen – die oftmals über die Sommermonate erfolgen – die Nutzung der Sportinfrastruktur etwas einschränken. Trotzdem lautet die große Bitte der Politik, die freien Zeitfenster zur Schulraumüberlassung bestmöglich im Sinne der Kinder und Jugendlichen zu nutzen.