Sport soll Lebensstil werden. Das Sportland NÖ sagt den Bewegungsmuffeln den Kampf an. Sport soll fixer Bestandteil im Alltag der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher werden.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 22. Juni 2021 (11:13)

2017 setzte sich das Sportland Niederösterreich mit seiner „Sportstrategie 2020“ ehrgeizige Ziele. Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sollten bis 2020 um 20 Prozent mehr Bewegung und Sport treiben. Auch im Nachwuchsleistungssport setzte man damals Akzente, deren Früchte jetzt geerntet werden.

Mit der Sportstrategie 2025 setzt Sportlandesrat Jochen Danninger mit seinem Team dort auf, wo vor vier Jahren begonnen wurde. „Mit einem aktiven Lebensstil kann gesundheitlichen, sozialen, aber auch gesellschaftlichen Problemen entgegengewirkt werden“, ist Danninger sicher.

Die Marschrichtung ist auch für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner klar: „Es geht darum, einen aktiven Lebensstil im Bewusstsein zu verankern.“

Im Hauptfokus der Sportstrategie 2025 stehen Kinder und Jugendliche. Konkret sollen niederschwellige Rahmenbedingungen für den Zugang zum Sport geschaffen und Kindern schon früh Angebot und Zugang zu vielen unterschiedlichen Sportarten geboten werden. „Daher verstärken wir unser Investment in multifunktionelle und Trendsportanlagen, dessen durchschnittliche jährliche Errichtungen wir bis 2025 verdoppeln wollen“, so Danninger.

Sorgenkind bleibt nach wie vor der Mädchen-Sport, wie Mikl-Leitner weiß: „Wir haben hier aktuell eine große Drop-Out-Quote aus dem Sport. Diesem Trend wollen wir entschieden entgegen wirken.“ Mit Schwerpunktinitiativen wird aktuell jährlich 3.000 Mädchen der Sport schmackhaft gemacht. Diese Zahl soll auf 10.000 gesteigert werden. Gelingen soll das auch mit Idolen. Leichtathletik-Olympiahoffnung Ivona Dadic soll den Mädchen als Vorbild auf dem Weg zu einem sportlicheren Leben dienen.