Sportunion mit Lob und Kritik. Union-Präsident Peter McDonald freut sich über die Verlängerung des NPO-Fonds, fordert von der Bundesregierung aber auch weitere dringend notwendige Schritte, um Sport und Vereine zu retten.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 09. Oktober 2020 (09:58)
ZVG/Sportunion

Beim Ministerrat wurde verkündet, dass der Non-Profit-Organisationen-Fonds (NPO), zunächst bis zum Jahresende weiterlaufen wird. Somit können von gemeinnützigen Vereinen auch zwischen Oktober und Dezember 2020 Anträge gestellt werden, eine Verlängerung bis Mitte März 2021 wurde in Aussicht gestellt. Damit wird eine erste zentrale Forderung aus dem Impulsprogramm der Sportunion erfüllt, welche beim Start der Vereinsoffensive präsentiert wurde. „Es handelt sich um einen richtungsweisenden Beschluss der Bundesregierung“, lobt Union-Präsident Peter McDonald.

„Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise ist eine Verlängerung dieses Katastrophenfonds für die österreichischen Sportvereine dringend notwendig, zur Existenzsicherung und um ein wichtiges Signal zu setzen. Wir werden uns mit unserer Expertise wieder aktiv einbringen, um erneut eine unbürokratische und rasche Hilfe für das Sport- und Vereinswesen sicherzustellen“, so McDonald weiter. 

Klarheit bei Verordnungen schaffen 

Union-Präsident Peter McDonald
ZVG/Sportunion

Dieses Impulsprogramm der Sportunion beinhaltet aber noch weitere konkrete Maßnahmen zur gezielten Stärkung des Sport- und Vereinswesens. Unter anderem brauche es mehr Klarheit bei den Verordnungsregelungen, um eine umsichtige Möglichkeit zur Fortführung von Sportausübung, insbesondere des Kinder- und Jugendbetriebes, zu gewährleisten.  

Darüber hinaus soll es im Rahmen der Pauschalen Reisekostenaufwandsentschädigung (PRAE) auch weiterhin möglich sein, Honorare für Trainer abzurechnen, auch wenn diese via Home-Office arbeiten. Dies wurde bislang nur als konkrete Corona-Maßnahme temporär bis Jahresende zugesagt.  

Forderung: Steueranreize für den Sport 

Eine weitere Union-Forderung:  Steueranreize für den Sport geschaffen werden, etwa durch die Absetzbarkeit von Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Im Zuge einer nachhaltigen Stärkung des Freiwilligenwesens fordert der Dachverband zudem eine Anrechnung ehrenamtlicher Tätigkeiten für die Pensionsversicherung, eine Verbesserung der Rechtssicherheit sowie mehr Raum für Österreichs rund 15.000 Sportvereine, durch eine verpflichtende Öffnung der Schulsportstätten. 

Union will verpflichtende Öffnung der Schulsportstätten 

Der letzte Punkt sorgt gerade in Niederösterreich derzeit für Gesprächsstoff und Kritik, weil Sportstätten unter der Schirmherrschaft von Bund, Land oder Gemeinde die Öffnung völlig unterschiedlich handhaben. Die NÖN berichtete: