"Staats": NÖ-Asse an Tag zwei mit gemischter Bilanz. Titelanwärter Dennis Novak und Jurij Rodionov glanzlos im Viertelfinale. Auch Tullns Lucas Miedler weiter. Irina Dshandshgava bei den Damen unter den Top Acht.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 02. Juli 2020 (07:04)

Geballte NÖ-Power ist derzeit bei der Staatsmeisterschaft in Oberpullendorf (Burgenland) im Einsatz. Bereits am Dienstag verabschiedete sich mit dem Deutsch Wagramer Jürgen Melzer aber schon einer der prominenteren Namen. Der Oldie kassierte eine Zwei Satz-Niederlage gegen Maximilian Neuchrist, bleibt damit weiter ohne Titel bei der Staatsmeisterschaft. Gewackelt hat am Achtelfinal-Tag am Mittwoch auch Jurij Rodionov. Der Matzener kämpfte Gabriel Schmidt mit 6:4 4:6 6:3 nieder. Muskuläre Probleme plagen den Youngster derzeit. "Ich sehe das als Challenge", meinte Rodionov nach dem Sieg. Am morgigen Donnerstag trifft er im Viertelfinale auf Lenny Hampel. 

Novak feiert Zwei Satz-Sieg

Keine Glanzleistung bot der topgesetzte Dennis Novak. Der Kärntner Teenager Lukas Krainer leistete mehr als nur Gegenwehr. Doch in den entscheidenden Momenten spielte der Pottendorfer Novak seine Routine aus, gewann mit 7:5 7:5. In der Runde der letzten Acht trifft er auf Gregor Ramskogler. Der Qualifikant gehört zu den bisherigen Überraschungen des Turniers. Ramskogler, der für Wiahofen/Ybbs aufschlägt, rang Melzer-Bezwinger Neuchrist in drei Sätzen nieder. Das NÖ-Quartett im Viertelfinale macht der Tullner Lucas Miedler perfekt. Die Nummer vier des Turniers gewann gegen Lukas Neumayer mit 6:4 7:5, trifft im Viertelfinale nun auf den Tiroler Alexander Erler. Keine Überraschung gelang dem Wiener Neustädter Peter Goldsteiner, der für Klosterneuburg Meisterschaft spielt. Gegen Erler verlor mit 2:6 3:6.

Dshandshgava weiter im Turnier

Während es bei den Herren am Mittwoch eine 80 Prozent NÖ-Siegquote gab, dünnte sich das Feld bei den Damen aus blau-gelber Sicht aus. Mödlings Irina Dshandshgava hatte im Duell mit Tribuswinkels Claudia Gasparovic keine Probleme (6:4 6:1). Im Viertelfinale wartet auf sie nun eine schwere Aufgabe - Sinja Kraus, Nummer vier des Turniers. Dshandshgava ging mit Wildcard ins Rennen. Der Turniersieg wird wohl über Mira Antonisch und die Vorarlbergerin Julia Grabher gehen, die auch schon die Plätze eins und zwei bei der Pro Series holten. Grabher, sie ist seit kurzem bei Bundesligaclub Weigelsdorf, hatte im Achtelfinale hart zu fighten. Gegen die 37-jährige Bettina Stummer schaffte Grabher nach 2:10 Stunden einen 6:1 1:6 7:5-Erfolg. Österreichs Nummer zwei verwandelte den dritten Matchball, nachdem Stummer ein Service von unten versuchte. Damit revanchierte sich Grabher für die Halbfinal-Niederlage im Vorjahr. Zwischendurch machten ihr Magenprobleme zu schaffen, diese gilt es zu kurieren, um gegen Yvonne Neuwirth im Viertelfinale zu bestehen.

Überraschungen blieben aus

Es hätte auch zu einem Weigelsdorfer Vereinsduell kommen können, doch Selina Pichler konnte gegen Neuwirth keine Überraschung liefern (3:6 3:6). Mödlings Youngster Liel Rothensteiner meisterte die Quali und die erste Runde, eigentlich wäre nun ein Match gegen Österreichs Nummer eins Barbara Haas angestanden. Doch Haas sagte unmittelbar vor Turnierbeginn ab. Gegen Qualifikantin Daniela Glanzer war die Reise der Teenagerin nun zu Ende (4:6 1:6). Das gilt auch für Österreichs U18-Meisterin Anna Gröss. Die Tullnerin musste sich Sinja Kraus 5:7 1:6 geschlagen geben. Die Neudörflerin Alina Michalitsch, in der Bundesliga im Dienste von UTC BH Wiener Neustadt, hatte gegen Antonitsch keine Chance (1:6 2:6).

Viertelfinal-Tableau (Donenrstag)

Herren: Novak - Ramskogler (14 Uhr), Rodionov - Hampel (15 Uhr), Erler - Miedler (11.30 Uhr), Pichler - Ofner/Weisborn.

Damen: Glanzer - Kostic (10 Uhr), Kraus - Dshandshgava (10 Uhr), Karner - Antonitsch (11 Uhr), Neuwirth - Grabher (11.30 Uhr).