Steirischer Verbandschef Gerhard Kapl gestorben. Die heimische Fußball-Familie trauert um Gerhard Kapl. Der frühere Vizepräsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB/2004 bis 2009) ist in der Nacht auf Dienstag nach einem Herzstillstand im 65. Lebensjahr in Graz gestorben. Der Funktionär ist erst im Jänner für eine vierte Amtszeit als Präsident des Steirischen Fußball-Verbandes (StFV) wiedergewählt worden.

Erstellt am 26. Juli 2011 (15:45)

Die heimische Fußball-Familie trauert um Gerhard Kapl. Der frühere Vizepräsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB/2004 bis 2009) ist in der Nacht auf Dienstag nach einem Herzstillstand im 65. Lebensjahr in Graz gestorben. Der Funktionär ist erst im Jänner für eine vierte Amtszeit als Präsident des Steirischen Fußball-Verbandes (StFV) wiedergewählt worden.

Kapl, der von 1969 bis 1992 selbst als aktiver Unparteiischer 40 Spiele auf internationaler und knapp 200 auf nationaler Ebene geleitet hat, hatte sich als Fachmann des Schiedsrichterwesens im In- und Ausland einen Namen erworben. "Das österreichische Schiedsrichterwesen hat einen schweren Verlust erlitten. Er war ein großer Förderer der Schiedsrichter inner- und außerhalb unserer Grenzen", sagte Hans Hantschk, der Vorsitzende der Bundesliga-Schiri-Kommission, in einer ersten Reaktion zum Tod seines steirischen Kollegen, der auch Chef der Schiri-Kommission im ÖFB war.

Der am 11. November 1946 geborene Kapl, der zweifacher Doktor sowie Magister und Hofrat war, arbeitete im Zivilberuf als Chef der Landesbuchhaltung in Graz. Genauso wie die Zahlen liebte der studierte Betriebswirt und Jurist auch seine sportliche Berufung namens Fußball. Unter anderem war er 2006 während der Fußball-WM in Deutschland "FIFA Security Officer" in München sowie bei der ersten FIFA-WM auf afrikanischem Boden in Südamerika.

Die Beisetzung findet nach Angaben von Sohn Philipp Kapl im engsten Familienkreis statt. Auf Wunsch des Verstorbenen ersucht die Familie von Blumen- und Kranzspenden Abstand zu nehmen; es wurde ein Spendenkonto (Raiffeisen-Landesbank Steiermark BLZ 38000, Konto-Nummer 801365) eingerichtet. Am 6. August (Samstag, ab 13.00 Uhr) wird ein für die Öffentlichkeit zugängliches Requiem im Grazer Dom abgehalten.